13.06.2020 — 19.06.2020, us plante 4 wärde 11 Tag Schpitu Undersee (11 anstatt 4 Tage im Spital fmi Interlaken)

Those people who do not want or do not like to see photos of wounds, blood and other intimate things, should better refrain from reading this part of diary of my stay in hospital. Thank you!

Diejenigen Menschen die Fotos von Wunden, Blut und andere intime Sachen nicht sehen wollen oder mögen, sollten besser darauf verzichten diesen Tagebucheintrag meines Spitalaufenthalts zu lesen. Danke!

Nun ist es definitiv: ich muss eine weitere Woche in der Waagerechten liegen bleiben, darf nur für das grosse Geschäft aufstehen, habe aber ansonsten strikte Bettruhe.

Henusode, ich versuche geduldig auszuharren, mir die Frühlingslandschaft durch die Linse des Mobiltelefons zu verinnerlichen, sowie Magen und Seele etwas Gutes zu tun.

Ich wusste bis dato nicht wie klein die Leitung ist, durch die die Schmerzmittel ins Rückenmark fliessen.

14.06.2020

Endlich gibt es mal einen Verbandswechsel und einen Blick auf den Erfolg bzw Misserfolg der OP.

Die neue Haut scheint nicht überall gut einzuwachsen.

Ob die Hautentnahmestelle mal wieder komplett zuwächst oder ob da immer eine grosse Narbe übrig bleibt?

15.06.2020

Mitten in der Nacht erwache ich mit starken Schmerzen im Unterleib und einem starken Druck auf der Blase. Was ist los?

Ich habe im Schlaf wohl versucht, mir den Blasenkatheter, der aus unerklärlichen Gründen abgeknickt war und durch den somit der Urin nicht mehr abfliessen konnte, auszureissen.

Die Nachtwache ordnet mein Gemächt. Bald kann ich wieder ruhig weiter schlafen.

Immer wieder passiert mir dieses Missgeschick in den nächsten Tagen im Unterbewusstsein.

Wie lange muss ich noch mit diesen Leitungen ausharren? Zwei Leitungen führen zu meinem Leib, drei Leitungen transportieren überschüssige Flüssigkeiten weg, 3-4 Apparate summen, piepen und flackern 24 Stunden am Tag und geben zwischendurch immer mal wieder Alarm.

Nicht immer ist mir zum Lachen zu mute. Ich versuche aber immer wieder mir nichts anmerken zu lassen.

Die Zweikomponentenverbände schmerzen mich so extrem, dass ich mir die Beine alle paar Stunden für 1-2 Stunden ausbinden lassen muss.

Körperliche und geistige Nahrung!

17.06.2020

18.06.2020

Seitdem die Beine immer so stark eingebunden sind, sind mehrere neue Wunden aus heiter hellem Himmel aufgegangen. Die Wundspezialistin B. sagt, sie hätte keine Schuld, ich sei ein Weichei, wegen der vielen neuen Wunden solle ich nicht so ein Geschrei machen. Von dieser arroganten und unfähigen Frau möchte ich nicht mehr behandelt werden!

19.06.2020

Endlich hat die Qual ein Ende, ich darf heute nach Hause.

Kurz nach dem Mittagessen holen mich Alice und Hansueli aus Brienz, im Spital ab.

Gemeinsam fahren wir in ihrem Taxi auf die Lombachalp.

Siehst Du den Thunersee?
Die Landschaft erinnert mich immer wieder an Moorlandschaften in Skandinavien sowie in Schottland. Nur die Alpenrosen “stören“.
Kaum sind wir am Brienzersee, ziehen mehrere Gewitter an uns vorbei.

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