Noch ein hoffentlich letztes Mal werde ich mitsamt meinem Bett in den Operationssaal des fmi Spitals Unterseen in Interlaken gefahren.
Ich bin immer noch zuversichtlich, dass mir mit meinen, seit der Krampfadernoperation im Oktober 2017 immer wieder neu entstehenden Löcher nun endgültig geholfen werden kann.
während dieser 3. Operation döse ich mehrheitlich und bin auch sonst nicht ganz klar bei Sinnen. Das zunehmend verschwindende Gedächtnis macht mir zu schaffen.

Erst im Zimmer komme ich so richtig wieder zu mir, als ich meine, stark wärmenden Elefanten-Pariser, worin meine Beine stecken, betrachte.

Dann endlich, gibt es etwas zu essen und zu trinken, hhhmm guet, die Küchenpersonale scheinen ihre Arbeit zu verstehen! Danke!

In der vergangenen Nacht hat es tief runter geschneit.

Die schon recht gut wärmende Frühlingssonne, lässt diesen Schnee aber rasch schmelzen.


Das noch in der Abendsonne liegende Dreigestirn der Berner Alpen erfreut mein Herz immer wieder, insbesondere natürlich wenn es hier im Tal schon langsam eindeutig.


In der Küche muss irgendein Unglück passiert sein: das Mittagessen an Karfreitag ist grausig, ich würge mich immer wieder!
Ich habe Hunger, würde mich gerne in der Gaststätte des Spitals verpflegen, habe aber strikte Bettruhe, muss selbst während des Tages die Flasche mit dem langen Hals benutzen und darf nur zum Stuhlen auf den Nachtstuhl und sofern die Füsse im Bett bleiben!
Naja, Schönheit muss eben gelitten haben. Ich bin aber noch nicht überzeugt, dass ich wirklich schöner werde, geschweige denn, dass die Wunden verschwinden und ich gesünder werde.
Endlich sehe ich aber wieder einmal meine Beine und Füsse in unverbundenen Zustand. Die Pflegefachmänner bzw cremen meine Füsse jetzt regelmässig einfühlsam und dick ein. Auch die Fachfrauen bemühen sich nun darum, mich gesund zu pflegen. Herzlichen Dank euch allen! Ihr pflegt mich übrigens besser als die spezialisierten Wundpfleger*innen des Spitals, nach deren Behandlung ich meistens stundenlang an schrecklichen Schmerzen leide.



Der linke Fuss beziehungsweise die Zehen am linken Bein machen mir mal wieder mehr zu schaffen als sonst.
Vor über 50 Jahren habe ich mir bei einem Skiunfall einen Spiralbruch vom Fussknöchel bis fast zum Knie zugezogen. Seither ist auch mein linker Fuss lädiert. Insbesondere die zweitgrösste Zehe steht immer mal wieder auf, so dass ich keine Schuhe mehr tragen kann, überall wund werde und es blutende Wunden gibt. Die anderen Zehen links und rechts werden dann ebenfalls wund. Wie zum Protest gegen die 2. Zehe, legt sich die grösste Zehe dann runter, so dass ich immer wieder Gefahr laufe, darauf zu stehen, wenn sie sich unter den Fuss legt — das kann extrem schmerzhaft sein.


Leider erhalte ich in diesen Ostertagen immer wieder sich widersprechende und irreführende Anweisungen: ich soll mehr trinken, ich soll weniger trinken, ich würde zu viel Mineralwasser trinken. Die Hotelgastgeberin darf mir zeitweise keine Flasche Mineralwasser mehr überlassen.
Hallo, was soll das?
Schau dir die zwei Mineralwasserflaschen an!
Welche Flasche des Adelbodner Mineralwassers ist im neuem Design gehalten?
Das Management der Firma scheint das Design für sich entdeckt zu haben! Adelboden, das Dorf der Bibeltreuen, der Sekten, der Spanner und Stündeler, der Feldstecher und natugebräunten Älpler beherbergt seit etwas über 75 Jahren die Fabrik für reinstes Alpenwasser.
-minu, der liebenswürdigste Basler, der mir in meiner Baslerzeit immer wieder mal über den Weg lief. Er ist gleichzeitig auch Heimweh-Adelbodner (mit grossem A) war, hat in vielen seiner Geschichten von und über Adelbodengeschrieben.
Auch seine Mimpfeli sind seit je stets spektakulär!
Die Flasche rechts sieht meiner Meinung nach wie ein gefüllter umgekehrter Pariser aus. Die Konturen fehlen fast vollständig, man kann die Flasche kaum in den Fingern halten. Auch das Schweizer Wappen ist kleiner geworden und die mit Punkten angedeuteten Berge sind erst beim 100. Hinsehen und mit viel Fantasie zu deuten.

Der PET Flaschenverschluss ist maschinell so fest angezogen, dass ihn geschätzte 90% der Leute nicht selber oder ohne Hilfsmittel öffnen können.
Die Crux ist nun aber, dass der neue Drehverschluss etwas kleiner im Durchmesser geraten ist. Mit den verbreiteten Hilfsmitteln (nachstehend der meist verbreitete Flaschenöffner von Pro Senectute) lassen sich die Flaschen nicht mehr öffnen.
Sandra Eggler, die Chefin des Marketings der Adelbodner Mineralquellen, nicht nur von mir wegen diesem offensichtlichen Mangel angesprochen, meinte hierzu geringschätzig, Frau/Mann sei daran etwas Neues zu entwickeln (dass dann von den Kunden für teures Geld gekauft werden muss).
Ich hoffe, dass nur diese Frau rückständig denkt und nicht das ganze Management der Mineralquellen Adelboden.
Es kann doch nicht sein, dass ein neues Produkt entwickelt und eingeführt wird, ohne dass alle Details desselben eingehend getestet und auf die Alltagstauglichkeit überprüft werden.
Dies ist nicht nur meiner Meinung nach, weder Nachhaltig noch Klimabewusst. Es lässt, anders als die Mineralwasserfabrik für sich Werbung macht, auch den Blick in die Zukunft vermissen! Schade


Am Ostern unternehme ich, trotz der verordneten Bettruhe und der strengen Kontrollen, das erste Mal seit langem einen kleinen Spaziergang.
Ich kann noch gehen, brauche aber definitiv etwas mehr Übung.

Dieses Jahr muss ich auf Eier jeglicher Art definitiv verzichten, das macht mich traurig!
Ich vermisse die Ostereier, das Eiertütschen, die Eiersuche, die Schokolade, das fröhliche Kinderlachen sowie die Osternachtmesse, die ich mit meinem Mann Stefan der katholisch war, jedes Jahr besucht habe.