17.11.2018, Stuttgart – Kornwestheim Lehrstellwerk – Nürnberg

Habe mehr schlecht denn recht geschlafen, diese vermaledeite Stadtautobahn hat verhindert dass ich auch nur kurz in den Tiefschlaf abgesunken bin. Stuttgart ist eine Autostadt, soviel ist auch mir klar seit langem klar. Dass aber Strassenbauer dies so prominent in den Vordergrund rücken müssen, ist in höchstem Grad impertinent!

Frühstück soll es bis 11 Uhr geben, also döse ich bis kurz vor 10. Au backe, die Frühstücksüberwacherin beginnt schon um 10.15 mit wegräumen. Wir sollten essen was übrig bleib – hartes Brot, verdorbene Butter, uam. Aller Protest von Gästen nützt nichts. In diesem Hotel war ich garantiert zum letzten Mal.

Stadtspaziergang mit Gepäck. Fahre mal wieder hoch auf den Bahnhofsturm. Prominent dreht sich über mir der Stern der Stuttgarter.

Die Aussicht ist bei diesem Wetter grandios.

Kurz vor 12 Uhr fährt meine S-Bahn (das Signet sieht eher aus wie 2 gekuppelte Wohnwagen)

gen Norden, nach Kornwestheim.

Der Bahnhof hat sich verändert: der ehemalige Verladeplatz für die Autoreisezüge ist überwuchert,

Gleise und Bahnsteige wachsen langsam zu.

Auf dem Bahnhofsplatz, zwischen Flixbushaltestelle und

ehemaliger Schuhfabrik Salamander treffe ich die Freunde vom FES (http://www.fes-online.de).

Bevor wir los marschieren, erklärt uns Peter etwas über die Stadt, die Bahnhöfe und die Verkehrslage von Kornwestheim (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kornwestheim), den Rangierbahnhof Kornwestheim (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kornwestheim_Rangierbahnhof) der auch von Güterzügen aus der Schweiz angefahren wird, sowie die Bahnlinien rundherum.

Danke Peter, für deine tolle Skizze!

Auf den ersten Blick überraschend, der Bahnhof der Reisezüge in Kornwestheim hat die Zusatzbezeichnung PBF (Personenbahnhof).

Ein kurzer Spaziergang führt uns zum Lehrstellwerk Kornwestheim (), wo wir schon erwartet werden.

Freundliche Begrüssung, dann dürfen wir am Schülerpult

Platz nehmen und erfahren viel Wissenswertes, vom Ursprung des Lehrinstituts der Bahn, bis zum heutigen Kulturgut.

Sodann führen uns die Männer des Fördervereins Lehrstellwerk Kornwestheim (http://www.lehrstellwerk-kornwestheim.de) jeden einzelnen, notwendigen Arbeitsschritt einer Zugsfahrt von Siebhof über Linksdorf und weiter, über eine Blockstelle zum Bahnhof Rechtsheim vor.

Die Bahnstrecke enthält jede mögliche, sowohl bauliche, wie auch betriebliche Situation: Befehl- und Wärterstellwerke, verschlüsselte Handweichen, Blockstelle, Barrierenwärter-Posten und vieles mehr.

Auch jegliche Art von Störung (Aufschneiden von Weichen, Bruch eines Signaldrahts, Blockstörung, usw.usf.) kann produziert und am Originalobjekt im Aussengelände bzw innen, am Stellwerk vorgeführt werden.

Lustig ist das teils ungläubige Staunen bei den Hobbyeisenbahnern. Jetzt wird Etlichen erst richtig bewusst, was Alles notwendig ist, bis dass ein Zug sicher und gesichert fahren kann!

Nun wird auch klar, warum der Hobby-Fahrdienstleiterkurs (http://www.lehrstellwerk-kornwestheim.de/HobbyFDL_2019_mP_A5.pdf) der vom Förderverein einmal jährlich angeboten wird, ganze 4 Tage dauert. Etliche Männer interessieren sich hierfür.

Nach der aufschlussreichen Vorführung dürfen auch wir ans Objekt, unter tatkräftiger Instruktion der Lehrmeister spüren, was es bedeutet eine Weiche oder ein Signal mit Muskelkraft zu stellen.

Nicht zuletzt bestaunen wir das „Stellwerk des Lehrmeisters“ der hiermit unzählige Störungen produzieren kann.

Allzu schnell geht die Zeit vorbei. Nach über 3 Stunden des Staunens und “spassvoll-ernsthaften Mitarbeitens“ müssen wir die Übung leider abbrechen.

Herzlichen Dank den Mitgliedern des Fördervereins.

Trotz 7-stündiger Anreise werde ich bald einmal wieder hierher kommen.

Wir widmen uns nun noch dem letzten Traktandum dieses von mir initiierten Vereinsausflugs: Kaffee und Kuchen in der Innenstadt.

Gegen 18 Uhr fahre ich mit Bernd und Edgar im Auto nach Unterasbach. Bernd bringt mich um 20 Uhr zum Bahnhof der S-Bahn nach Nürnberg. Auf dem Bahnsteig lernen wir einen Tunesier kennen, der vor 30 Jahren in Nürnberg studiert hat und nun hier wohnt. Er lädt mich ein auf seiner Gruppenkarte mitzufahren und die Kosten für den Fahrausweis zu sparen. Eine Beteiligung meinerseits lehnt er ab. Er will nach Nürnberg rein und da seine 22-jährige Tochter von der Polizeischule abzuholen. Gute Gespräche!

Gegen 21 Uhr bin ich im Designhotel Gideon, auf halbem Weg zwischen Hauptbahnhof und Lorenzkirche. Kurzes Relaxen bevor ich mich hungrig auf den Weg zu einer Gaststätte mache.

Nur ein paar Meter entfernt entdecke ich die mir bestens bekannte Speise-Bar Cartoon (http://www.cafe-cartoon.de).

Ich trinke ein paar dunkle Weltenburger, esse einen Gorgonzola-Burger und geniesse das Treiben rundherum.

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