Heute schliesse ich eine Etappe ab und beginne eine neue.
Gemäss dem Chef-Bürolisten des fmi-Spitals Interlaken, einem Pflegefachmann ist mein Transport in die Rehaklinik in Heiligenschwendi, mit Abfahrt um 9:15 Uhr bestens organisiert.
Zuerst wollte dieser Fachmann mich liegend transportieren lassen; nach meinem vehementen Protest hat er mir zugesichert ich könne sitzend transportiert werden. Dass es aber ein Rollstuhltaxi aus Spiez sein könnte, darauf wäre ich nie im Leben gekommen.
Um 9 Uhr beziehungsweise ein paar Minuten vorher entscheidet die Pflegeleitung dass noch ein neuer Verband gemacht werden müsse – das ist doch zum verrückt werden!

Ich habe meinen Körper offensichtlich nicht im Griff: bei der schmerzhaften Behandlung biegt sich die 2. Zehe nach oben, die grosse Zeh nach unten.

Somit verzögert sich die Abfahrt um eine gute halbe Stunde.

Nachdem dieses Malheur behoben ist, werde ich ‚vergewaltigt‘ in einem Transport-Rollstuhl Platz zu nehmen. In dem unbequemen Rollstuhl sitzend und mit vielen Gurten fixiert, werde ich als zweite Person in ein Rollstuhltaxi geschoben. Der Fahrer desselben bemüht sich, uns Reisegästen, die Reise so bequem wie möglich zu machen. Die engen Kurven rechtsseitig entlang des Thunersees durchfährt er sehr langsam. Danke!




Dieser Berg links ist der Niesen, eine weit herum bekannte Pyramide mit unzähligen Wetterregeln (hat der Niesen einen Hut wird das Wetter sicher gut).


Ich werde den Berg während der ganzen Reise nach Heiligenschwendi und auch dort selbst immer wieder erleben!


Nach einer halben Stunde Fahrzeit verlassen wir den See. Nun steigen wir Berg an, rund 560 m geht es rauf, zur Heiligenschwendi, ins Berner Rehazentrum.


Immer wieder bieten sich schöne Blicke auf die Voralpen und ins Mittelland.

In Goldiwil sehen wir unter uns mal wieder den Thunersee und … ja, den Niesen.

Nach etwas über 1 Stunde haben wir die Rehaklinik erreicht. Wir werden ausgeladen und dem Klinikpersonal übergeben. Endlich nach knapp 2 Stunden Rollstuhl darf ich endlich wieder aufstehen, mich bewegen, an meinen Stöcken gehend in die Klinik rein und zur Patientenaufnahme.
Bald sind alle Formalitäten erledigt und ich darf von Pflegefachfrauen begleitet, bis zu meinem Zimmer 431, dem letzten und obersten Zimmer im Waldhaus geführt.
Nach freundlicher Begrüssung erhalte ich schon mein Mittagessen. Wohlschmeckend!

Dann endlich kann ich mein Zimmer richtig ansehen.
Die ganze Zimmerbreite ist Fensterfront. Ich habe einen riesigen Balkon.

Auch vom Bett aus habe ich eine wunderbare Aussicht auf den Niesen und weitere Berge.

Von der Brüstung meines Balkons aus habe ich einen Ausblick runter nach Hilterfingen, den Thunersee, die Kandermündung, die Orte Gwatt und Einigen am gegenüberliegenden Ufer, sowie auf Reutigen und Wimmis.



Grandioses Panorama


Kaum hat es eingedunkelt, erscheinen im Tal unten unzählige Lichter und Lichterschlangen (Züge). Gegen 20:45 Uhr leuchtet dann auch das Licht auf dem 2‘362 Meter hohen Niesen.

Siehst du das Licht auf dem Niesen? Dieser Leuchtturm ist so vertrauenserweckend!

wow!! 809.-15.04.2024, Woche 2 in Heiligenschwendi
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