10.08.2022, nein, so nicht – ich reise weiter!

Habe gut geschlafen und auch gut, wenn auch zu wenig gefrühstückt. Ich würde gerne raus gehen, anstatt hier untätig zu liegen und der Dinge zu warten die da eventuell kommen könnten.

Das Wetter ist heute zwar nicht mehr ganz so schön wie gestern und über der Kieler Förde scheint ein feiner Bodennebel zu liegen. Der Tag verspricht warm zu werden.

Arztvisite mit riesigem Brimborium. Meine Fragen nach dem Quickwert, dem INR und den Entzündungswerten nach der gestrigen Blutabnahme werden auch heute von der Ärztin nicht beantwortet — fragen Sie die Pflegefachkräfte, ich weiss es nicht und es interessiert mich auch nicht. Meine Frage nach dem Heilungsfortschritt und wie lange ich ihrer Meinung nach noch bleiben müsse, beantwortet diese überhebliche Frau mir auch heute nicht bzw nur mit einem Schulterzucken

So mag ich nicht länger hier bleiben, antworte ich der Ärztin. Dann müssen Sie unterschreiben antwortet sie mir in hässigem Ton. Ich unterschreibe gerne, sofern ich nicht eine gute Pflegeleistung erhalte. Ich werde heute gehen, das Spital verlassen. Abrupt beendet Sie das Gespräch, wendet sich ab zum nächsten Patienten.

Kurz darauf verlässt die Ärztin zusammen mit ihrem 9-köpfigen Brimborium das Zimmer. Zwei andere Patienten bestätigen mich, ja das war nötig, dieser Ärztin musste Mann mal die Meinung geigen, sie sollte uns wie Menschen behandeln.

Ich packe meine Dinge zusammen. Dann aber dauert es. Im späteren Vormittag erhalte ich endlich einen Papierbogen zum unterschreiben. Er strotzt zwar voller Fehler und ist ungenau, enthält Falschaussagen von Seiten der Ärzteschaft, aber was soll’s, ich unterschreibe.

Mittagessen geniesse ich noch im Spital. Eintopf mit Bulgur. Auch nachher kann ich nicht sofort gehen, die Oberschwester vermisst die richtigen Formulare, ich möchte die Untersuchungsresultate.

Endlich um 13:45 Uhr verlasse ich das Spital. Einer der freundlichen jungen Spitalmitarbeiter (ich als Temporärer verdiene gutes Geld, ansonsten wäre ich wohl schon lange weg. Alle anderen hier sind total gefrustet, ob der Ärzteschaft und dem Administrativen) begleitet mich ein gutes Stück des Weges.

Draussen steige ich in ein Taxi und lasse mich zum Bahnhof chauffieren. Nur weg von hier lautet meine Devise. Also fahre ich erstmal gen Norden,

nach Eckernförde. Viel zu viele Urlauber, ein Riesenpuff am Bahnhof. Ich steige wiederum in den gleichen Zug und fahre zurück nach Kiel.

Nord-Ostsee-Kanal

Zurück in Kiel, beschliesse ich unmittelbar nach Rendsburg weiterzureisen um da den Nord-Ostsee-Kanal beziehungsweise die grandiosen Eisenbahnbauwerke der Rendsburger Hochbrücke mir anzusehen.

In Rendsburg angekommen steige ich in ein Taxi. Das gebuchte Hotel ist zwar nicht weit entfernt, ich bin aber zu müde, um anschliessend noch unter die Rendsburger Hochbrücke zu laufen.

Der Taxifahrer fährt mich wie gewünscht direkt unter die Brücke.

Hier befindet sich ein grandioses zweites Bauwerk: eine Schwebefähre! Diese an der Eisenbahnbrücke hängende Fähre befördert gleichzeitig 4 Autos und 100 Fussgänger beziehungsweise Radfahrer. Die Überfahrt dauert nur 4 Minuten. Ich bin aber plötzlich zu müde, um mit zu fahren.

Jetzt bin ich müde, lasse mich ins Hotel fahren. Ich kriege die reservierte Suite bzw das letzte noch verfügbare Zimmer im Pelli Hof Hotel.

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