09.08.2022, nicht viel Neues aus dem Kieler Stadtkrankenhaus

Früh um 6 Uhr ist die Welt noch in Ordnung. Eine zarte Morgensonne bescheint das Land.

In Bildmitte hinterm Rathausturm befindet sich der Hafen der Fähren nach Göteborg und Oslo.

Das 4. Bett ist nachwievor frei. Es wurde aber ein zu verlegender Patient angekündigt. Naja, mal schauen.

Noch vor dem Frühstück erfolgt die Visite. Die Stationsärztin ist sehr resolut. Auf meine Anfrage Nachfrage nach den Resultaten des Quick und der Entzündungswerte hat sie keine Antwort: ich solle einen anderen Arzt oder eine Krankenschwester fragen. Leider haben diese auch keine Resultate. Wo bin ich denn hier gelandet?

Ich möchte auch wissen wann ich den eventuell entlassen werden könnte. Die Ärztin antwortet mir das komme auf die Entzündungswerte darauf an – da ist doch ein Widerspruch, wenn die Entzündungswerte jeden Tag gemessen werden und die Ärztin die Resultate nicht nennen kann! Ich mag es nicht doof angeschnauzt zu werden, auch nicht von einer Ärztin mit ihrer ganzen Gefolgschaft die alle brav nicken, wie das negerlein in der Sonntagsschule!

Die Ärztin bietet mir an, ich könne ja gehen wenn ich wolle. Ich müsse nur ein Papier unterschreiben, dass es auf meine eigene Verantwortung geschehe. Ich würde dann für die restliche Zeit der Antibiotika die notwendigen Pillen mitbekommen.

Ich bin zum Glück nicht der einzige der mit dieser Behandlung und vor allem auch mit der Art und Weise wie diese Doktorin mit uns Patienten umgeht, nicht einverstanden ist! Alle anderen um mich herum haben mit Frau Doktor ebenfalls grösste Mühe! Naja was soll’s – heute werde ich noch im Spital bleiben.

Zuerst werde ich nun ins Erdgeschoss transportiert wo ein Röntgenbild meines Brustkorbs gefertigt wird. Den Grund dieser Röntgenaktion kann mir hier auch die Ärztin nicht erklären – ich müsse den Stationsarzt fragen. Leider kommt von da bis am späten Abend keine Antwort. Das ist doch ein Saftladen!

Es bleibt mir nichts anderes übrig als zu lachen.

Der Tag wird immer schöner. Es gelüstet mich, raus zu gehen, zu spazieren, an der Sonne zu sitzen.

Die Pflegekräfte hier sind wirklich toll. Ob Frau oder Mann, alt oder jung – alle sind sie herzlich, immer freundlich und guter Laune und sie lassen auch uns Patienten zu Wort kommen.

Ein riesiger Kontrast zu viele Ärzten hier, die hier als erhabene, überhebliche und unnahbare Götter in Weiss bzw Grün bezeichnet werden müssen.

18.50 Uhr
Aussicht um 20.53 Uhr, die Sonne geht schon früh unter!

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