09.10.2020, Gummenalp + Jungfraubräu

Für heute Nachmittag habe ich mir vorgenommen, noch einmal auf die Gummenalp, auf 1500 Meter über Meer zu radeln.

Nur noch ein paar Meter bis Oberschwanden

Das Sömmerungsvieh ist längst im Tal unten. Also muss ich keine Angst haben, wegen eisglatten, weil verschissenen und schmierigen Alpstrassen.

Von den Sitzbank hier im Gruebi geniesse ich immer wieder mal die Aussicht auf den Ballenberg, den Aarboden, Axalp, Hinterburg und Loibschiboden

Ich will heute eigentlich nicht anhalten, muss mich aber kurz erleichtern, denn nun geht es andauernd mehr oder minder steil bergauf.

Egal ob Brienzersee oder Hasli — die Aussicht ist immer grandios.
Alpriseten

Hier muss der Weg aufmerksam und allzeit zum Bremsen bereit, beobachtet werden. Früher mal hat mich ein Kindskopf grosser Steinbrocken nur knapp verfehlt.

Schlangenparadies oder wirklich nur Würmer?

Auf 1400 Meter über Meer bleibt der Wald unter beziehungsweise hinter mir zurück. Ich fahre auf die Gummenalp ein

Blick zum Höch Gummenalp, 2204 MüM

35 Höhenmeter weiter, nach dem Passieren der 1500er Höhenlinie kehre ich um. Immerhin, ich bin etwas stolz, ich habe heute Nachmittag 930 Höhenmeter von Brienz her hier herauf geschafft.

Erst jetzt erinnere ich mich wieder, dass von hier aus Eiger und Jungfrau zu sehen sein sollten.

Aber wo sind diese Berge denn nun?

Ah ja, jetzt ist alles klar!

Diese einzeln da stehende Tanne fasziniert mich immer wieder!

Unterdessen ist es doch schon 17.40 Uhr. Zeit, langsam ins Tal runter zu rollen. Es wird nun rasch kühler. Bald werde ich mich wärmer einkleiden müssen.

Schon von weitem höre und sehe ich Steine runterfallen. Ich warte 50 Meter oberhalb der Gefahrenstelle während ca 5 Minuten bzw bis ich nichts mehr sehe und höre.

Tolles Wolkenspiel!

Der Armeeflughagen Brienz-Meiringen liegt still und ruhig da. Die Piloten und ihre Adlaten sind im Wochenendurlaub! Jetzt gäbe es eine gute Gelegenheit, die Schweiz militärisch zu überfallen.

Erst als ich anhalte schauen die Ziegen auf, mustern mich, schätzen die Gefahr ein.

Ein schöner Platz um noch ein Mal die Aussicht zu geniessen. Auch hier gibt es eine Sitzbank für müde Wanderer — die beste Gelegenheit für mich, lange Hosen und ein Jäckchen überzuziehen.

Kurz vor 19 Uhr erreiche ich Schwanden. Hier ergibt sich für lange Zeit die letzte Gelegenheit, bei Peter Margowski und seinen Brauern zum Feierabendbier mit Jungfraubräu, Chäsbrätel ung guten Diskussionen einzukehren.

Wer liefert mir inskünftig je einen Harass Jungfrau Weisses, Bergführer Gletscherbier und Jungfrau Wintertröimli?

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