24.07.2020, Corona – eine persönliche Standortbestimmung

Brienz ist voll von Touristen, SchweizerInnen und EuropäerInnen und ein paar wenigen von weiter weg.

Es macht den Anschein, als wären die Zeiten der Erkrankungen und des Sterbens wegen dem aus dem Ursprungsland China über die ganze Welt verbreiteten Coronavirus schon lange vorbei, was zumindest im Kanton Bern nicht der Fall ist.

Corona Fallzahlen des Kanton Bern


Meistens werden in Zeitungen und Fernsehen fälschlicherweise logarithmische Bilder gezeigt. Diese suggerieren uns, das Ereignis sei schon längst vorbei, die Krankheit überstanden.

Mit Logarithmen lassen sich sehr stark wachsende Zahlenreihen übersichtlich darstellen, da der Logarithmus für große Zahlen viel langsamer steigt als die Zahlen selbst.


Werden nun aber die gleichen Zahlen des Kanton Bern linear dargestellt, so ist das Bild ein ganz anderes:


Noch ist Corona also keineswegs vorbei.

Stetig steigen die Ansteckungen.

Von vielen Freundinnen, Freunden und Bekannten, die ich seit Jahren oder Jahrzehnten kenne und mit den ich in der Vergangenheit regelmässig telefoniert oder geschrieben habe, habe ich den vergangenen 6 Monaten keine Nachrichten mehr erhalten. Die meisten meiner eigenen Versuche der Komunikation blieben unvollendet.

Unterdessen sind auch bereits 4 FreundInnen, 2 davon in Italien, 1 in den Niederlanden, sowie 1 in Deutschland an den Folgen der Ansteckung und Erkrankung mit Coronavirus gestorben.

Ein paar wenige meiner Bekannten haben mir von ihrer Erkrankung berichtet. Alle, sowohl der 30jährige wie auch der Gleichaltrige berichteten, dass die Leidenszeit und die Schmerzen unendlich lang gewesen und dass das Siechtum sehr gross gewesen sei. Ihnen falle seither insbesondere das Atmen schwer, meistens hätten sie dabei Schmerzen.

Sie seien heute viel rascher und viel häufiger sehr müde, sie hätten noch immer Mühe den Geschmack von Nahrungsmitteln zu deuten, die Lebenslust sei weg, unerklärliche Schmerzen träten seither häufiger auf. Die Lust FreundInen zu sehen sei weg, sie genössen das Leben jetzt lieber alleine.

Vorallem haben sie fast unisono Angst erneut zu erkranken, da sich das Virus stets verändere.

Ich will nicht panisch ängstlich sein. Ich mache mir aber Gedanken um meine Rest-Lebendauer.

Aufgrund meiner angeschlagenen Gesundheit und den Vorerkrankungen gehöre ich eindeutig zu den Risikopersonen.

Ich habe keine Lust mich mit dem Virus anzustecken!

Ich werde inskünftig noch häufiger Maske tragen.

Für mich heisst dies, trotz dem Bedürfnis zu reisen und FreundInnen und Bekannte zu treffen, mindestens noch einen weiteren Monat oder auch längere Zeit möglichst auf mehrtägige Ausflüge in die übrige Schweiz, sowie auf Reisen ins Ausland zu verzichten.

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