17.03.2020, schlafe lange, denn ….

…. draussen ist es stiller als an einem Schlechtwettersonntag. Die Strassen sind fast leer, weder Autos noch Fussgänger, alles ist ruhig und das mitten in der morgendlichen Hauptverkehrszeit. Komische Stimmung!

Als auch die Pizzeria mir gegenüber nicht öffnet und anstattdessen plötzlich ein Hinweis auf die Schliessung bis zum 19.4.2020 hinweist, wird auch mir klar, dass die Ausrufung des PandemieNotstands unsere Landesregierung kein schlechter Traum war, sondern bittere Realität ist.

Was darf ich noch machen? Welche Ausflüge sind o. k. und welche nicht? Darf ich noch 3 Mal in der Woche ins Spital Interlaken in Unterseen zum Verbinden meiner Wunden?

Kaffee und Zeitungslektüre an der wärmenden Sonne vor dem Haus. Das sind ja nicht gerade erbauende Nachrichten!

Nicht nur meines Erachtens haben Bundesrat und Kantonsregierung versagt! Die Massnahmen die sie ergriffen haben, werden nämlich nichts oder nur sehr wenig nützen, aber der Volkswirtschaft schaden — ja diese Massnahmen richten sich gegen das Volkswohl, sind gegen die Volksgesundheit!

Es müsste einen kompletten Shutdown mit Arbeits- und Ausgeh-Verbot auch für die jungen Leute (die teils nicht einmal erkranken) geben, dann steigen die Anzahl Erkrankungen nicht mehr an!!!

Das Volk wird dies rasch bemerken! Wie lange aber wird es dauern bis unsere Bundes- und Kantonsregierungen dies auch merken? Müsste ein Volksaufstand passieren?

Wenn unsere Regierenden auf die wirklichen Gesundheitsfachleute gehört hätten, wüssten sie, dass das Virus primär unter den (sexuell) aktiven, Nähe suchenden jungen Menschen übertragen wird und primär Kranke, gesundheitlich Angeschlagene und Alte tötet!

Ich mag nicht mehr zu hören und mich beratschlagen lassen! Ich esse wie eigentlich immer, ein gesundes Mittagessen, mache ein kurzes Nickerchen und ziehe mich dann um für eine kurze Dreirad-Ausfahrt.

Die Strassen und Wege sind leer. Auch die Züge scheinen leer zu sein. Keine Touristen weit und breit.

Einsamer Grillplausch
Lammbach
Auf diesen bewaldeten Felsrücken versteckt sich der Ballenberg, das schweizerische Freilichtmuseum.

Während ich die Stimmung fotografiere, sehe ich an allen schönen Plätzen am See und am oberen Seeende, wo sich all die Schüler, die ab heute den Unterricht zu Hause hätten, ihren Tag verbringen. In kleineren und grösseren Gruppen stehen und sitzen sie am Ufer oder tollen herum und geniessen die warme Frühlingssonne!

Ich mag keine Auseinandersetzungen, radle deshalb vorbei, sage nichts – feige! oder?

Ich radle über die Lauenen nach Schwanden – Glyssen – Oberhusen.

Die Sonne geht unter es wird kalt, eisig. Ich habe vergessen Handschuhe mitzunehmen. Also bleibt mir nichts anderes übrig als rasch möglichst über den Wellenberg zum Tierpark und durch unterste Tal ins Trachtli zu rollen.

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