07.09.2019, südwärts

Trotz 13 Stunden Schlaf hat sich mein Gesundheitszustand nicht verbessert, im Gegenteil ich fühle mich schlapp, habe erhöhte Körpertemperatur, mag mich kaum auf den Beinen halten. Ich habe aber auch gar keine Lust in diesem mini Hotelzimmer zu bleiben und einfach so dahinzusiechen.

Ohne Frühstück laufe ich zum Bahnhof und fahre im RE nach Hannover Hbf. Der Zug ist heute gar nicht überbelegt. Ich frage mich, warum gestern, am 6. September so viele Reisende unterwegs waren, finde aber keine Antwort?!

In Hannover ist es aber wieder ganz schlimm. Auf den Bahnsteigen stehen die Leute dicht an dicht, so dass ein Durchkommen fast unmöglich ist. Die Schnellfahrstrecke Hannover-Göttingen ist nach 30 Jahren Dauerbetrieb, seit ein paar Wochen wegen Generalüberholung (https://bauprojekte.deutschebahn.com/mobile/p/hannover-goettingen) gesperrt.

Alle Züge müssen über die alte Bestandesstrecke verkehren. Ich steige in den erstbesten Intercity-Express Richtung Süden ein.

Ich hätte es eigentlich wissen müssen, auch dieser Zug ist überfüllt, alle wollen gen Süden, der entflogenen Sommerwärme nach. Überall stehen Reisende herum, selbst in den Vorräumen der 1. Klasse. Auch im SelfService-Bistro ist kein Platz für mich.

Der Zugchef kontrolliert meinen Fahrausweis und schaut mich mit hochgezogener Augenbraue an. Ich beeile mich zu erklären, ich würde spätestens in Fulda auf einen anderen Zug umsteigen, mein Ziel sei weder Würzburg noch Nürnberg oder München. Breites Lachen — wir verstehen uns!

Im bedienten, dafür aber teureren Teil der rollenden Gaststätte hat es einzelne freie Sitzplätze. Lasse mich in die Polster fallen und bestelle mir ein Frühstück “süss“.

Endlich, eine halbe Stunde nachdem ich mich im Speisewagen hingesetzt habe, erhalte ich je eine Portion Butter, Marmelade, Honig und Nutella, sowie vier kleine, aufgebackene, steinharte Brötchen. Dazu trinke ich eine grosse Tasse Kaffee — muss aber weitere 15 Minuten auf den Kaffeerahm warten.

Nach dem Frühstück genehmige ich mir noch eine Bionade (https://www.bionade.de) um die restliche Zeit bis Fulda erfolgreich zu überbrücken.

Mit einem RE fahre ich von da nach Frankfurt (Main).

Eigentlich müsste ich in Frankfurt Süd aussteigen, 40 Minuten auf einem zugigen Bahnsteig warten und dann in einen ICE nach Basel einsteigen. Ich mag nicht warten, deshalb fahre ich weiter bis zum Hauptbahnhof.

Laufe durch die Bahnhofshalle, die Zugluft stört mich. Muss auch hier 30 Minuten warten auf einen Intercity Richtung Mannheim. Sehe auf einem der Gleise nebenan einen fahrbereiten RE nach Mannheim. Denke mir, dieser Zug werde vor dem Intercity ankommen.

Kaum drinnen fahren wir ab. Im Vorbahnhof fährt der Zug aber nicht den erwarteten Weg, sondern in Richtung Höchst. Mein Problem ist, dass ich den Fahrplan nicht studiert habe, und erst jetzt merke dass diese Umwegefahrt viel länger dauert!

Gemäss Fahrkarten-Kontrolleur gilt mein Billett dennoch, ich würde ja Richtung Mannheim fahren, wenn auch über Höchst-Flörsheim-Mainz-Nierstein-Worms, ok danke.

Nach knapp 6 Stunden Fahrt bin ich schon wieder müde. Steige deshalb in Mainz Hbf aus. https://www.mainz.de

Gegenüber dem Bahnhofsgebäude, auf der anderen Seite des Bahnhofplatzes, steht das altehrwürdige Hotel Königshof (http://www.hotel-koenigshof-mainz.de). Habe früher schon mal hier übernachtet. In Booking.com gibt es noch ein freies Einzelzimmer für 72 € inklusive Frühstück. Die Zimmer in den nebenan liegenden Hotels sind allesamt mindestens 30 € teurer, exklusive Frühstück.

Ich frage die Dame an der Rezeption nach ihrem Preis für heute. Das Hotel sei ausverkauft! Mir stünde es aber frei, über Booking ein Zimmer zu buchen, dann erhielte ich auch eines. Bedenkliche Zimmerpolitik!

2 Stunden Schlaf tun mir gut.

Mit dem Bus fahre ich an der Zitadelle vorbei zum Rosengarten und Stadtpark. Dort findet über dieses Wochenende der traditionelle Mainzer Weinmarkt (https://www.mainzer-weinmarkt.de) statt.

Ich geniesse den Blumenduft im Rosengarten, spaziere an Ständen mit allerlei Krimskrams vorbei, setze mich immer wieder mal hin und geniesse den Nachmittag.

Natürlich hat es viele Weindegustationsstände, es wird getrunken was das Zeug hält. Leider hat es auch lallende und schwankende Menschen, nicht nur aber vorallem aber doch Männer!

An einem Stand mit wenig Leuten, bestelle ich mir ein Plättchen und ein Glas Naturkost!

Am Zoo

vorbei wandere ich zur nächstgelegenen Bushaltestelle und fahre zurück zum Hotel.

Ein Gedanke zu “07.09.2019, südwärts

  1. Liebe Ruth und Fred, Euer Kommentar ist despektierlich und verletzt mich sehr!

    Hätte ich euer Meinung nach zuhause bleiben und meine liebsten FreundInnen und Freunde im Stich lassen sollen? Was hätte ich Eurer Meinung nach denn machen sollen, als ich fernab der Heimat krank wurde?

    Genervte Grüsse christoph

    Christoph Hirsch, Trachtlistrasse 1, 3855 – Brienz, Switzerland

    +41 76 395 96 99 (mobile) christoph.hirsch@bluewin.ch (mail) hirschbrienz.wordpress.com (travelblog)

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