06.09.2019, heimwärts

Habe mir lange überlegt, ob ich noch etwas herumreisen oder zumindest mal wieder einen Besuch in Hamburg machen soll.

Angesichts meiner immer schlimmer werdenden Erkältung und dem bellenden Husten verzichte ich aber darauf und fahre ab Heute gen Süden.

Da kein Sparpreis verfügbar ist, kaufe ich mir ein normales 50%-Billett für €78.95 nach Basel SBB. Gemäss Aufdruck ist diese Fahrkarte gültig via <1080>(H*GOE*FD*F*MA/K*LM)*KA*Basel Bad Bf<1185>

Verstehst Du dieses Kauderwelsch? Sie spinnen die Alemannen! Auf dem Fahrausweis stünden noch volle 3 Zeilen für die Wegebezeichnung zur Verfügung. Nein, lieber werden mit solchen unverständlichen Bezeichnungen die Kunden in die Wüste geführt, unverschämt!

Das Ticket nach Basel Bad Bf (offizielle Grenze) ist übrigens nur 1 Tag gültig, jenes nach Basel SBB hingegen 4 Tage. Ich bin froh, arbeite ich nicht an einem Bahnschalter und muss unseren Kunden solch unsinnig gestaltete, unverständliche Fahrausweise erklären und ihnen beim Lösen der Bahnrätsel helfen.

Ich steige in den nächsten Zug ein, da gemäss online-Fahrplanauskunft alle Züge sehr gut ausgebucht sind. Ja, tatsächlich, im Untergeschoss überall Velos, Kinderwagen, Fahrradanhänger und Gepäckrollis und dazwischen liegende Reisende. Im Mittel- und Obergeschoss sieht es nicht viel besser aus. Treppen sind belegt mit Reisenden auch Toiletten werden nur als Sitzgelegenheit missbraucht. In allen 5 Wagen des Regional-Express nach Hannover bietet sich das gleiche Bild. Würde der Zug nicht schon fahren, wär ich wieder ausgestiegen.

Ich wollte ja eigentlich den Zugchef fragen ob mein Billett gültig sei, er komplimentierte mich in den Zug rein, gab dem Lokführer der Fahrbefehl und wollte dann mein Billett angucken. Ja, Bremen ist okay wenn sie nach Hannover*Göttingen*Fulda weiter reisen. Ich erwische noch einen letzten Sitzplatz zwischen 2 Frauen und 1 Mann, je mit einem quengelnden Kleinkind, je mit einem riesigen Kinderwagen und insgesamt 11 Stück Reisegepäck. Irgendwann wird es mir zu bunt, ich versuche zu entspannen und stelle mich schlafend.

Nach 80 Minuten gebe ich entnervt auf. Die dreckigen, offen herumliegenden, stinkenden Kinderwindeln geben mir den Rest!

Steige am nächsten Haltebahnnhof, zum Glück ist’s Bremen aus.

Ein riesiges Gewusel rücksichtsloser Reisender (nicht nur, aber vorallem Radfahrer). Ich mag nicht weiter reisen. So machen Eisenbahnreisen keinen Spass.

Laufe über den Bahnhofplatz, finde ein ibis budget Hotel. Erhalte ein ruhiges Zimmer zum Innenhof.

Nach kurzem Entspannen wandere und fahre ich gegen 15 Uhr kreuz und quer durch die Stadt. Die Bremer Stadtmusikanten (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Die_Bremer_Stadtmusikanten) sind so dicht und andauernd von Asiaten umgeben, dass ich darauf verzichte eine Foto zu machen.

Ich spaziere entlang der Weser,

setze mich immer wieder mal hin und geniesse das relativ warme Spätsommerwetter.

Kreuz und quer durchwandere ich auch die Schnoor (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Schnoor), (https://www.schnoor-in-bremen.de),

das älteste Viertel der Stadt sowie angrenzende Quartiere.

Gegen Abend lasse ich mich im Gasthof zum Kaiser Friedrich bewirten

bevor ich müde heimwärts ins Hotel laufe.

Ein Gedanke zu “06.09.2019, heimwärts

  1. Ist immer wieder schön , etwas neues von dir zu hören. Habe immer noch viel arbeit, die Wohnung in Riol aufzulösen.L.G. Hanno

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