04.06.2019, grosse Schiffe, kleine Züge

Heute fahren wir mit dem Emsland-Express der RE 15 nordwärts, ungefähr 150 Kilometer dem Meer entgegen. Wiederum reisen wir in einem vorzüglich klimatisierten Flirt, mit grossen Fahrradabteilen.

Nach knapp 100 Minuten erreichen wir Papenburg. Aus bzw Umsteigen. Unser Bus hat leider Verspätung. Henusode, wir vertreiben uns die Zeit auf dem Bahnhofsgelände.

Endlich geht’s los, bald schon sind im platten Land dgrosse weisse Hallen erkennbar: Meyer Werft Papenburg. Das Prozedere, bis auch wir an die Reihe kommen um die Werft besichtigen zu können, ist langwierig, mühsam, nerverregend!

250‘000 BesucherInnen werden jährlich über einen speziellen Parcours über das Gelände bzw durch Fussgängerpassagen mit grossen Fensterscheiben zum Durchblick in die Werfthallen geführt. Die Dimensionen sind riesig. Das grösste Dock ist 384 Meter lang, 125 Meter breit und 75 Meter hoch.

Bis zu 15 Stockwerke hoch sind die Schiffe wie hier im “Lego“-Baukastensystem zu einem grossen Ganzen zusammengefügt werden. Mehrere über- bzw untereinander lächernden Hallenkräne heben ganze Schifsteile von bis zu 800 Tonnen. Wir gucken während anderthalb Stunden, Filme, lauschen den Erzählungen der Führerin und blicken auf die Schiffsbauer.

In immer mehr dieser Kreuzfahrtgiganten werden Vergnügungsparks eingebaut: Riesige Spielhallen, Lange Rutschbahnen, Putschautobahn, Gokartbahnen und neuerdings sogar Achterbahnen.

Auch die Schiffskabinen werden am Fliessband gebaut, zusammengesetzt, ausgerüstet und dann wie ein Legobaustein eingefügt. Die Webseite der Werft bitte viele Informationen, Bilder, Wissenswertes und Jobs: https://www.meyerwerft.de.

Ich habe vor vielen Jahren per Zufall die Überführung eines dieser riesigen Kreuzfahrtschiffe auf dem gestauten Fluss Ems ans Meer runter, am Brückenkopf der teils demontierten Eisenbahnbrücke, der Friesenbrücke (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Friesenbrücke) verfolgt. Diese Überführungen haben mittlerweile Volksfest Charakter und werden von 1000en von Menschen verfolgt.

Um 14:00 Uhr verlassen wir dieses Werft und Papenburg und fahren nordwärts nach Leer. Hier besichtigen wir das Leeraner Miniaturland (https://leeraner-miniaturland.de), eine Modellanlage im Massstab 1:87 (H0) mit dörflichen und städtischen Szenen aus Friesland und den Ostseeinseln.

Wer schon einmal das MiWuLa (https://www.miniatur-wunderland.de) in Hamburg besichtigt hat, ist sehr enttäuscht: unzählige gleich aussehende, wenig liebevoll hingesetzte Häuschen, teils grell angestrahlt oder ausgeleuchtet, eine Modelleisenbahn die nichts mit der Realität zu tun hat, Fantasielandschaften.

Nach 1 Stunde habe ich genug gesehen. Die Stadt und der Bahnhof befindet sich circa 3 km entfernt, nicht mal ein Bus fährt dahin, was ist denn das für ein Tourismusangebot. Zusammen mit anderen Freunden fahren wir im Taxi ins Stadtzentrum von Leer (https://www.touristik-leer.de).

Entlang dem Stadthafen und durch das Fussgängerzentrum spazieren wir zum Bahnhof, wo wir die Gelegenheit zur Verpflegung wahrnehmen.

Gegen 19 Uhr erreichen wir wiederum Münster. Die Wärme, das plötzlich sommerlich heisse Wetter machen mir zu schaffen. Ich bereite mir einen ruhigen Abend!

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