04.03.2019, gen Südwesten, aber nicht nach Sizilien, ….

… sondern nur in die Hügel, nach Matera, der europäischen Hauptstadt der Kultur des Jahres 2019.

Ein Tag ist schöner wie der vorhergehende. Die Temperaturen steigen an. Kleiner Wermutstropfen, ich habe keine Shorts im Koffer!

Ich lasse mir Zeit mit aufstehen, genehmige mir ein kleines italienisches Frühstück, 2 Ristretti und viel Wasser. Das Appartement Interno 2 Bari Centrale war wirklich toll. Geräumiges Zimmer, mit Dusche+WC, sehr sauber, ruhig, gutes Bett, AC+TV, 35 €uro, 7. Obergeschoss mit Aufzug, 4 Fussminuten in die Bahnhofsunterführung. Ich werde Donnerstag-Freitag erneut hier übernachten.

Halb 11 am Bahnhof bzw auf dem Perron im Obergeschoss, schiesse ein paar Fotos von den neuen Stadlerzügen.

Auffallend, die Chefs der FAL (Ferrovie Appulo Lucane) hatten wohl Angst vor dem Konzept mit einem Dieselcontainer, wie bei ‚unseren’ Gelenktriebwagen (GTW 2/6 bzw 2/8). Überall an der Strecke wird kräftig gebaut, Strecken werden begradigt, neue Bahnsteige gebaut, weitere Züge wurden vor ein paar Tagen in der Schweiz bestellt!

Schöne Reise über Land, durch riesige Olivenhaine, an Artischockenfeldern vorbei, aber auch durch Waldbrandhebiete. Habe schon bald Hunger!

In Altamura trennt sich der vordere Zug und fährt nach Gravina weiter.

Nach kurzem Aufenthalt streben auch wir unserem Ziel der Stadt Matera zu.

12.30 erreiche ich mein Tagesziel, das Thermometer zeigt über 20 Grad an. Knappe 10 Fussminuten vom Hauptbahnhof Matera entfernt, liegt nahe dem historischen Zentrum, in der ruhigen Seitenstrasse „Via Alessio de Sariis 11, mein Hotel „Il piccolo Albergo“.

Ich habe Glück, die Chefin ist trotz Mittagsruhe präsent, heisst mich willkommen. Ich bin froh ein paar Minuten sitzen zu dürfen, mich und mein als Fotoapparat missbrauchtes Mobilfon wieder aufladen zu dürfen. 13.30 darf ich mein Gepäck sogar schon ins Zimmer stellen!

Nun mache ich mich auf zu einem ersten Stadtspaziergang.

Da sticht mich etwas in der Nase. Schön versteckt liegt das Ristorante „da Mario“. Meine erste richtige italienische Mahlzeit seit vielen Monden. Wasser, Brot, Oliven, später dann Artishocken und Erbsen. Als Secondo mal wieder 2 Schweinchenkoteletten und Bratkartoffeln zusammen mit einem Glas schwerem Materna Rotwein. Zum Abgewöhnen 4 Mini-Süssigkeiten und einen Espresso. Ein Festessen für 31 €uro.

Kurz nach 15 Uhr breche ich auf, will wandern.

Ich habe gemeint, es wären noch nicht viele Touristen unterwegs, aber ich werde eines Besseren belehrt.

Weiss nicht, wann ich einmal so viele Gruppen gesehen habe. Tausende Touristen quillen plötzlich, wie Ungeziefer während eines Erdbebens, aus dem Untergrund, aus den Sassi und verschwinden wieder darin.

Ich versuche auszuweichen, wandle nicht auf den empfohlenen Touristenwegen, besuche heute auch nicht die Höhlenstadt.

Es gibt auch so genügend zu sehen, über 50 Gotteshäuser sollen es sein. Ich wandere bis die Sonne untergeht.

In der Dämmerung sehe ich mir noch einmal ein paar Bauwerke an, bevor ich kurz nach 19 Uhr ins Hotel zurückkehre. Bin müde, Beine hochlagern, Fakebook-InstaGram-WordPressBlogs-Jungfrau sowie weitere Schweizerzeitungen und zuguterletzt die SRF Tagesschau.

Trinke in der Hotelbar eine Fanta und esse von der Besitzerin offerierte, ungesalzene, frische Pistazien aus deren Landgut. En passant sehe ich in RAI1 teils eine Folge der neuen Serien-Verfilmung von „Der Name der Rose“ an. Gutes Training der italienischen Sprache!

So, nun bin ich wieder aufdatiert und kann meinen Blog schreiben und publizieren. Buona Notte!

Ein Gedanke zu “04.03.2019, gen Südwesten, aber nicht nach Sizilien, ….

  1. Lieber Christoph, herzlichen Dank für Deine interessanten Berichte und schönen Bilder aus Italien, welche ich gerne lese und anschaue! Italien ist auch für uns ein interessantes Land. Wir wünschen Dir eine schöne Weiterreise und viel Vergnügen.Herzlichgrüssen Dich Ruth und Fred

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