01.09.2018, ich verlasse den grössten Steppensee Europas

Uäääuu, war das ein Lärm heute Nacht am Strand! Im Zimmer haben sich zudem die Mücken und andere stechende Plagegeister versammelt. Kurz nach 6 Uhr schon aus dem Bett. Morgenlektüre, Frühstück um 7 Uhr (Heute besser ohne Eierspeisen), Packen, Rechnung bezahlen, Abmarsch. 08.15 fährt mein Zug nach Osten, nach Szekesfeverhar / Stuhlweissenburg.

Der Zug mit vielen Veloabteilen ist schon recht gut belegt, wenn auch ohne Radler. Entgegenkommende Züge sind übervoll, sie bestehen Heute Samstag je zur Hälfte aus Velowagen und älteren deutschen Nahverkehrswagen, abwechselnd zusammengestellt. Alles Volk scheint auf den Beinen um am Balaton Velo zu fahren.

Kurz nach 9 Uhr erreichen wir Szekesfehervar. Umsteigen auf den internationalen D-Zug nach Ljubljana. 4 durchgehende Wagen, aber kein Speisewagen oder sonst was Ähnliches, während 7.5 Stunden Eisenbahnreise.

Bald wird das Gelände hügeliger und waldreicher. In Boba und Zalaegerszeg machen wir an Bahnhöfen mitten im Niemandsland 2 Mal Kopf. Das gibt jeweils Zeit sich die Füsse während 8-10 Minuten zu vertreten.

In Zalaegerszeg, während unsere Lok auf ein freies Gleis zum Umfahren des Zugs warten muss, kann ich sogar eine Mittagsverpflegung am Bahnhofskiosk einkaufen.

Eine knappe Stunde später erreichen wir Hodos den slowenischen Grenzbahnhof. Unsere Lok ist abgebügelt eingefahren, wird von der slowenischen Lok abgeschleppt und mit Schuss auf die ungarische Seite zurückgestossen.

Kurz nach der Weiterfahrt beginnt es heftigst zu regnen. Die Mur (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Mur_(Fluss)) die irgendwo am österreichischen Erzberg(?) quellt und durch Graz fliesst, tritt schon über die Ufer, die Felder stehen teils tief unter Wasser.

fAuch die Drau (entlang der ich auch schon geradelt bin, gleiche Tour wie entlang der Mur), die wir kurze Zeit später überqueren, führt schon leichtes Hochwasser.

Aus den Hügeln werden jetzt bewaldete Berge, die Bäche führen viel Wasser und Erde mit. Die gepflegten Gärten strahlen in frischen Farben – äs ischt cheibe scheen!

Überall wird an den Bahngleisen gebaut. Die ehemaligen Tito-Staaten haben ein grosses Nachholpotential. Nach den Strassen werden nun endlich auch die Eisenbahnen ausgebaut!

15.10 erreichen wir Celje. Ab hier geht die Reise flussabwärts im Tal der Savinja (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Savinja) bis Zidani Most,

wo wir auf die von Ljubljana herfliessende Sava treffen. Während die Sava die Savinja aufnimmt, um 3 Länder weiter in die Donau zu fliessen, fahren wir nun bergan, der slowenischen Hauptstadt entgegen.

Noch scheint in Slowenien die Regel zu sein, dass jeder Schnellzugsbahnhof eine historische Denkmallok,

häufig zusammen mit einem Wagen auf einem Sockel hat. Leider sind nicht alle diese Loks sehenswert, es sind auch etliche “Rosthaufen“ zu sehen.

Fast immer vergesse ich, die Dinger zu fotografieren. Das Flusstal ist tief eingeschnitten, die Berge teils in den Wolken.

16.44 in Ljubljana, Hotel Central 600 Meter Richtung Zentrum, CheckIn, Aussicht geniessen,

Relaxen.

Um 19 Uhr Stadtspaziergang und über die Save zum Rathausplatz. Östlich davon liegt das Restauranr Sokol, wo Slowenisches serviert wird.

Als sich die Beiz immer füllt und rundherum es laut wird, flüchte ich, spaziere durch die Stadt

heimwärts ins Hotel und mache da noch ein paar Saunagänge.

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