27.08.2018, Wandern auf ehemaligen Bahnstrecken

Herrlich Ruhe in der Nacht trotz Stadtmitte von Dresden. Habe wunderbar geschlafen. Kurz nach 9 bleibe ich 10 Minuten im Lift stecken, merke dann, nachdem ich selbst mich habe befreien können, dass ich irgendwo meine Fahrkarte verloren habe; Aber nein, ich habe nur mal wieder ein Puff in meinem Tagesrucksack.

Komme eine halbe Stunde zu spät in Pirna an, wo mich Heiko, der Eisenbahnliebhaber und Ehemann von Achmed erwartet und mich mit einer dicken Umarmung herzlichst begrüsst. Heiko ist mein heutiger Reiseführer, danke!

Als erstes sehen wir das Abbild eines berühmten Gemäldes von Bernardo Bellotto , genannt Canaletto (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Bernardo_Bellotto) im Pirnaer Bahnhof.

Stadtrundgang zu Fuss durchs Zentrum und bis an die Elbe,

historischer Marktplatz, Hochwassermarken,

Stadtkirche, Schloss, Dohnaischer Platz, Friedenspark (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Pirna).

Alsbald fahren wir aber mit dem Bus zur Stadt hinaus, auf die Hügel, bis zur Bushaltestelle ‚Dohma am Tunnel‘. Wir sind hier auf der Höhe, wo bitte gibt es denn hier einen Tunnel.

Heiko zeigt ihn mir, zuerst aber sehen wir die alten Bahnhofsgebäude von Gross-Cotta.

Mit ein bisschen Suchen finden wir alsbald den Einstiegsweg und zuhinterst im Gebüsch, gut versteckt, das Tunnelportal.

Die Strecke diente der Erschliessung von Steinbrüchen.

Kurz vor Kriegsende wurden in diesem Tunnel, teils in klimatisierten Wagen, die bedeutendsten Gemälde der Dresdner Kunstsammlungen vor den Bomben gesichert. Nach Kriegsende wurden die Schötze zuerst in die Sowjetunion gebracht, anschliessend aber wieder nach Dresden zurückverfrachtet (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Pirna–Großcotta).

Vor dem zugemauerten Tunnelportal, essen wir im Halbschatten eine von Heiko vorhin in Pirna extra eingekaufte Pirnaerspezialität, eine Eierschecke (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Eierschecke).

Frisch gestärkt steigen wir wieder hoch zur Busstation und fahren alsbald weiter zum Kurort Berggiesshübel (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Bad_Gottleuba-Berggießhübel).

Wir wollen aber nicht kuren, sondern nach Spuren von Eisenbahnen suchen. Als erstes fallen Stollenloren auf.

Es sind Hinweise zum Erzbergwerk-Besucherstollen “Marie-Louise-Stolln“ (https://marie-louise-stolln.de). Dieser Stollen ist auch nicht unser heutiges Ziel.

Als nächstes fällt uns eine dieser herrlichen sächsischen Postmeilensäulen auf (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kursächsische_Postmeilensäule).

Dann aber sehen wir eine kleine Eisenbahnbrücke und Spuren eines Bahnhofs.

Im ehemaligen Bahnhof von Berggiesshübel essen wir Chinesisch.

Frisch gestärkt wandern wir nun auf der ehemaligen Nebenbahnstrecke (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Pirna–Gottleuba),

die heute grösstenteils ein kombinierter Rad-Wanderweg ist, nach Gottleuba.

Heiko ist ein exzellenter Bahnstrecken-Reiseleiter. Unermüdlich macht er mich immer und immer wieder auf alte und neue Spuren der ehemaligen Eisenbahnstrecken aufmerksam, Danke!

In Gottleuba angekommen, haben wir nach Besichtigung der markanten Überreste der Eisenbahn noch genügend Zeit um uns im Parkcafé “Alter Bahnhof“ (https://parkcafe-gottleuba.de) zu stärken.

Hier wäre es möglich im alten Bahnhofsgebäude sowie in einem historischen Eisenbahnwagen, einer Donnerbüchse zu übernachten.

Noch einmal wandern wir weiter,

dieses Mal bis zum Markt von Gottleuba.

Um 16.40 besteigen wir den Bus des Schienenersatzverkehrs (obwohl es die Schiene seit zig Jahren nicht mehr gibt) und fahren zurück nach Pirna.

Hier am Eingang zum Friedenspark erwartet uns Achmed. Herzliche Begrüssung!

Gemeinsam spazieren wir miteinander diskutierend und lachend zum Marktplatz und kehren bei der Witwe Bolte (http://www.witweboltepirna.de) zum Abendessen ein.

Leider muss Heiko sich allzuschnell verabschieden. Er wurde kurzfristig, zum 2. Mal Heute, angefragt zu arbeiten und hat nun zugesagt.

Achmed begleitet mich,

gemeinsam gemütlich der Elbe entlang spazierend, zum Bahnhof Pirna bzw bis zu den Türen der S-Bahn.

Herzliche Verabschiedung.

Es ist schön gibt es Euch 2!

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