16.08.2018, auch hier gibt es Selbstmörder

Herrlicher Tag heute und trotzdem, ich muss weiter, das Hotel ist für nächste Nacht bereits ausgebucht! Nach einem herrlichen Frühstück,

leider waren Tische und Buffet nicht sehr sauber, packen und

Stadtrundgang. Erst 11.47 gehe ich auf den Zug, eine Gumminase der Öresundståg-Gesellschaft wartet auf Fahrgäste.

Mit 2‘ Verspätung fahren wir ab.

Schon ab dem 2. Unterwegsbahnhof gibt es ein Problem. Potentielle Selbstmörder irgendwo auf dem Streckengleis. Die Leitstelle verfügt „Fahrt auf Sicht“. Maximal 30 Stundenkilometer langsam dürfen wir rollen. Ein dienstfreier Lokfüher im Abteil geht nach vorn. Trotz der geschlossenen Türe und der fremden Sprache ist sehr wohl zu verstehen, dass sich die beiden Männer streiten. Der eine „scheisst“ auf die arroganten Selbstmörder die „uns zu unschuldigen Mördern machen“, der andere möchte diesen Leute gern helfen. Schlussendlich sind sie sich aber einig, dass es der Person wenn nicht Heute, dann höchstwahrscheinlich später irgendwann einmal gelingen wird, ihrem Leben ein Ende zu bereiten und damit unter Umständen das Leben eines Lokführers oder eines anderen unschuldigen Täters durcheinander zu bringen und zu gefährden. Nach mehreren Kilometern Langsamfahrt dürfen wir endlich wieder mit normaler Geschwindigkeit weiterfahren. 32 Minuten Verspätung haben wir. Diese wirkt sich verheerend aus auf den Fahrplan, auch der anderen Züge, zumal die Strecke nur eingleisig ist!

Wir rollen durch schönes Wiesenland und endlose Wälder und entlang tiefblauer Seen. Je weiter der Nachmittag vorangeht desto isolierter fahren wir. In Malmö haben wir schlussendlich 40 Minuten Verspätung, unser Zug endet hier.

Umsteigen, in den Tiefbahnhof, noch weiss ich nicht wo ich heute übernachten will. Immer wieder habe ich in den letzten Stunden die Zimmerangebote von Kopenhagen durchgeschaut. Ich bin aber einfach nicht bereit 1550 Franken für ein Zimmer ohne Frühstück zu bezahlen. Heja, diese Stadt ist in den vergangenen Jahren immer teurer geworden, heute ist sie der Spitzenreiter der skandinavischen Städte. Auch das günstigste heute Abend verfügbare Zimmer für 320 Franken ist mir zu teuer.

Also steige ich in Kopenhagen wiederum nur um, anstatt den Tivoli (http://www.tivoli.dk), Klampenborg (https://www.bakken.dk/english/) zu besuchen.

Finde in Aarhus, noch einmal 3 Stunden weiter, auf dem dänischen Festland in Aarhus eine mir zusagende Unterkunft für 100 Franken inklusive Frühstück. Ich geniesse die Reise im übervollen Intercity, bin einmal mehr überaus froh einen 1.Klasse Interrailpass gekauft zu haben. Neben dem gesicherten Sitzplatz gibt es Kaffee, Tee, Süsses und Mineralwasser gratis à disretion!

1930 im Hotel grad neben dem Bahnhof.buche gleich noch eine Folgenacht für 80 Franken.

Nachdem ich mein Gepäck abgelegt habe, besuche ich ein Steakhaus (Mash, https://www.mashsteak.com) ein paar hundert Meter entfernt. Welche Überraschung, ich werde von einer breiten Basler Dialekt sprechenden Dänin und ihren herzigen Kollegen bedient. Lasse es mir gut gehen, geniesse das gereifte „Schimmel“-Fleisch.

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