14.05.2018, Kirchenburg, Kronstadt, Ceauscescu

Wir dürfen ausschlafen.

Über Nacht hat es empfindlich abgekühlt.

Die Rezeptionistin hat meine Zimmernummer 104 falsch notiert, per Zufall erwache ich um 08.30 Uhr. Die Reiseleiterin Melanie in Zimmer 4 wurde eine Stunde früher geweckt.

Katzenwäsche, Frühstück, packen, 09.30 Uhr fahren wir los, es regnet immer heftiger, bald haben wir die Stadt verlassen und fahren übers flache Land. Kaum eine Viertelstunde später erreichen wir Prejmer, eine Kleinstadt mit einer wunderschönen Kirchenburg (http://cetateaprejmer.ro/die-burg-und-die-kirche/?lang=de).

Schöne Gemäuer und wohltuende Stille, sofern nicht gerade eine Horde erlebnishungriger Touristen einfällt.

Bereits vor 12 Uhr sind wir wieder in Brasov (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Brașov) bzw Kronstadt, wo wir eine kleine geführte Stadtbesichtigung zur schwarzen Kirche und zum Rathaus machen.

Mittagessen in einem kühlen alten Gemäuer. Eigentlich müsste ich hier in Brasov mal auf Ahnensuchtour gehen und über den Besitz der Hirschfamilien, den grössten Geschäftemachern in dieser Stadt forschen.

Bis 16.30 Uhr haben wir sodann zu unserer freien Verfügung. Da alle meine rumänischen Bekannten momentan ausserhalb der Stadt sind, schlendere ich die Fussgänger- und Einkaufsstrasse runter und wieder rauf, lasse es mir in Strassencafés auf fremde Kosten (Danke herzlichst!) gutgehen und geniesse die wärmende Sonne und die angenehme Reisegesellschaft.

16.30 mit Bus zum Hauptbahnhof von Brasov.

17.38 fährt unser Interregio, IR 1731 nach Galati ab. Schöne Reise auf der bis zu 27 Promille steilen Karpatennordrampe der Gotthardbahn Rumäniens (https://www.nzz.ch/rumaeniens-gotthardbahn-als-spiegel-des-landes-1.17755156) bis nach Predeal (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Predeal) auf knapp 1100 Meter über mehr.

Kurzum geht es wieder steil runter. 2 Minuten Aufenthalt in Sinaia (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Sinaia), wo Nikolae Ceauscescu (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Nicolae_Ceaușescu), letzter rumänischer Diktator, seine gut bewachte Ferienburg hatte.

In Ploiesti, ein paar Meter über Meer, erreichen wir die walachische Tiefebene.

Nun geht die Reise ostwärts, Galati und Moldawien entgegen. Längst ist es auch Zeit für das Abendessen

in dem wiederum extra für unsere Gruppe mitgeführten Speisewagen. Im Norden sehen wir die letzten Ausläufer der Karpaten, während der Zug auf xKilometer langer gerader Strecke, durch Agrarland fährt.

Nach kurzweiliger Reise erreichen wir kurz vor 23 Uhr unser Tagesziel, Galati (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Galați) am Ufer der Donau und an der Grenze zu Moldawien.

Bustransfer durch die nächtliche, menschenleere, dunkle Stadt ins Hotel. Entspannen, Füsse ausstrecken und Hochlagern, duschen, Tagebuch schreiben. Gegen 1 Uhr im Bett!

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