17.12.2017, aus Erfurt wird jetzt doch Ich-furt

Stehe schon gegen 7 auf, so dass ich genügend Zeit habe um richtig wach zu werden, gemütlich zu frühstücken, zu packen und zum nebenan liegenden Bahnhof zu gehen.

Es kommt wie es immer wieder kommt. Sobald ich von vornherein genügend Zeit eingeplant habe, verplämperle ich diese und bin plötzlich in Zeitnot. Knappe 5 Minuten vor Abfahrt meines Zugs nach Bamberg erreiche ich den Bahnhof.

Mein Zug, ein ICE 3 fährt pünktlich ein und, natürlich mit mir an Bord, auch wieder weiter.

Die Neubaustrecke nach Bamberg (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Schnellfahrstrecke_Nürnberg–Erfurt) hat es in sich. Sie ist ungefährt 130 Kilometer lang, weist Steigungen von bis zu 20 Promille auf, kann mit bis zu 300 Stundenkilometern Geschwindigkeit befahren werden, weist 22 Tunnel mit einer Gesamtlänge von 41 Kilometern, über 50 Prozent der Strecke verlaufen auf bzw in Kunstbauten, die Strecke steigt im Thüringer Wald auf bis zu 600 Meter über Meer an und musste dementsprechend wintersicher ausgebaut werden.

Kurzweilige Reise mit bis zu 280 Stundenkilometern. Die Ankunft in Bamberg erfolgt ein paar Minuten vor der Fahrplanzeit. Steige am gleichen Bahnsteig in einen RE nach Würzburg um. Der Main führt viel Wasser. In Würzburg muss ich erneut umsteigen. Die Weiterfahr nach Stuttgart verschlafe ich grösstenteils. Erwache erst kurz vor Ankunft, bei der Vorbeifährt an Weinbergen.

Ankunft in Stuttgart kurz vor 13 Uhr. Bis ich das Hotelzimmer beziehen kann lungere ich im Bahnhof rum und beobachte allerlei Neues.

Habe im IntercityHotel ein Zimmer für 56.70 €uro gebucht. Trotz striktem Rauchverbot wurde in meinem Zimmer geraucht. Hoffentlich erhebt das total ausgebuchte Hotel gegenüber diesen rücksichtslosen schweizerischen Sportfans.

15.30 findet in der Weissenburg, Stuttgarts Lesben und Schwulenzentrum, die Weihnachtsfeier des Freundeskreises Eisenbahn statt. Herzliche Begrüssung und fröhliches Wiedersehen mit ungefähr 25 Eisenbahnfreunden.

Die Kerle habe den sonst so kahlen Saal liebevoll geschmückt, danke!

Kurzweiliger Jahresrückblick von Bernd.

Heiko, der liebenswürdige Brötchenverkäufer und ehemalige DR Schaffner, trägt insgesamt drei höchst amüsierende, aber auch interessante “Weihnachtsgeschichten“ vor. Dazwischen Kaffee und Weihnachtsgebäck (insbesondere der Stollen, gebacken von Achim, schmeckt wie immer einfach himmlisch).

Zum Schluss des Nachmittags schauen wir uns gemeinsam unseren, vom SWR Fernesehteam um Kirsten Ruppel gedrehten Film “Mit Pinkrail nach Neustrehlitz“ an. Ach was hat wir doch Angst, ob der Film so herauskommen würde, wie wir es uns erhofften. Unsere Angst war umsonst! Es ist ein toller, einmaliger Film über uns, die schwulen Eisenbahnfreunde und Eisenbahner, über uns Pinkrailer entstanden! Herzlichen Dank an alle Beteiligten!

Allzuschnell ist der gemeinsame Nachmittag vorbei. Die Heimreise ist für etliche recht lang: Rheinland, Norden, Berlin, München, Nürnberg, Heidelberg, Schwarzwald. Kommt gut nach Hause liebe Freunde, ich freue mich aufs nächste Wiedersehen. Allen Frohe Weihnachtstage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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