05.10.2017, Herbstfahrt aufs Rellerli

Angesichts dieses herrlichen Herbstwetters will ich zusammen mit meiner Schwester Madeleine noch einmal eine Bergwanderung unternehmen. Ziel ist das Rellerli, der nördliche Hausberg von Schönried in der Heimat unsere Kindheit, dem Saanenland. Diese Bergbahn soll Ende 2017 oder allenfalls 2018, mangels genügender Rendite und daraus resultierendem Verkauf an Bertarelli (https://www.bernerzeitung.ch/region/oberland/Rellerli-Ohne-BertarelliDeal-gehts-nicht/story/28324924) eingestellt werden.

Herrliche Fahrt entlang Brienzersee und 

Thunersee. 

Die Züge sind an diesem Tag wie gewohnt recht voll. Die MOB (Montreux-Oberland-Bernois) https://de.m.wikipedia.org/wiki/Montreux-Berner_Oberland-Bahn  schafft es entgegen allen anderen Bahnen aber nicht ihren Zügen genügend Wagen mitzugeben. Sowieso, die Idee einen Regionalzug mit je zwei Belle Epoque Wagen 2. und 1. Klasse führen zu wollen ist absolut unsinnig. Unter den kleinen Fahrplanhinweisen ist ein banales „Platzreservierung empfohlen“ zu lesen! Was soll das?

Nach kurzem Fussmarsch vom Bahnhof Schönried (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Schönried) zur Talstation, fahren wir bald mit der Gondelbahn auf das Rellerli (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gondelbahn_Rellerli).Die Aussicht ist herrlich. Mit Erschrecken konstatieren wir den Rückgang der Gletscher. Etliche kleine Gletscher bzw Ewigschneefelder sind sogar komplett verschwunden. 

Auf der Sonnenterrasse essen wir ein kleines zMittag. Alsdann packe ich meine Wanderstöcke aus und laufen los, wandern auf Alpwirtschaftsstrassen dem Tal bzw Saanenmöser entgegen. Meine Knie und die Sehnen wollen nicht mehr so recht ihren Dienst erfüllen, immer wieder stolpere ich über kleinsteUnebenheiten oder knicke ich einfach so ein. Die Stöcke sollen ein Stürzen verhindern helfen, was leider nicht immer der Fall ist. Henusode, ich beisse mich durch und wandere nun halt eben langsamer. Irgendwie bin ich bisher immer angekommen. 

Nach etlichen Pausen, die wir immer wieder nutzen, um die sich dauernd ändernde Aussicht zu geniessen, erreicht wir gegen 17 Uhr den Bahnhof von Saanenmöser https://de.m.wikipedia.org/wiki/Saanenmöser_(Pass)

Kurz darauf fährt ein Zug nach Zweisimmen mit Anschluss Richtung Interlaken. In Erlenbach steigen – oh Wunder – Jutta, Mani und Claudia in unseren Wagen. Mani war ‚mein kleiner Bruder‘. Seine ersten paar Lebensjahre verbrachte er mit seiner Mutter Jutta in Saanen, unserem Geburtsort. Wir überspringen in Spiez einen Zug und geniessen unser Zusammentreffen. 

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