01.09.2017, Ausflug in eine Stadt wo das Tram auf Pneus fährt

Nach dem gestrigen langen Tag dürfen wir heute ausschlafen. Dichter Nebel liegt überm Land und es ist recht kühl geworden. Gegen 9 zum Frühstück. 10.16 fährt ein SNCF-Dieseltriebwagen ab dem Hauptbanhof nach dem 10 Kilometer westlich gelegenen französischen Forbach. An der Grenze zwischen Deutschland und Frankreich befindet sich im Niemandsland der Systemwechsel von 15 Kilovolt mit 16,7 Hertz (D) zu 25 Kilovolt mit 50 Hertz (F). Die Franzosen die den Verkehr anbieten wollen, sind heutzutage offenbar noch immer nicht in der Lage ein Mehrsystem-Reisezug fahren zu lassen. 

Ab Forbach fahren wir sodann also elektrisch bis Metz. Hier bleiben ein paar Minuten Zeit um durch den schöne Bahnhof und auf den Bahnhofplatz zu spazieren. 

11.20 Uhr erreichen wir Nancy. Erster Anblick des Trams auf Pneu (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Oberleitungsbus_Nancy). Eine einzige Führungsschiene mittig in der Strasse. Doppelgelenk-Oberleitungsbusse (Trolleybusse). Bevor wir uns das System sowie Ein- und Ausfädelungsstellen genauer anschauen, führen uns unsere Reiseleiter durch die Stadt zum Weltkulturerbe Place Stanislas und vielen weiteren Sehenswürdigkeiten. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Nancy

Zwischendurch reicht es für einen Kaffee. Die Sonne scheint hell und wärmt. Viel Volk schlendert durch die Strasse und in Pärken.

15.30 fahren wir mit dem Tram sur Pneu bis zur Endhaltestelle in Essey. Diese auf den meisten Abschnitten spurgeführten, doppelgelenkigen Trolleybusse (Obusse) habe erstaunlich wenig Platz im Innenraum. Bedingt durch die fast durchgehende Niederflurigkeit nehmen die Radkästen sehr viel Platz weg. Die Innenraumgestaltung in rosa Farbtönen ist sehr gefällig. Leider sind die Sitze sehr schmal und die Abstände sind klein. Die Anzeige der Linie, der nächsten 3 Halteorte und des gegenwärtigen Standorts sind sehr innovativ und nachahmenswert! Während alle anderen weiterreisen schaue ich mir ein paar spezielle Bauabschnitte mit betrieblichen Besonderheiten an. Auf der Reise an den anderen Endpunkt der Strecke oberhalb des Velodroms treffe ich wieder auf einen Teil der Gruppe. 17.30 zurück am Bahnhof, der Zug fährt um 17.50. mit Umsteigen in Metz und Forbach erreichen wir Saarbrücken um 19.42. zusammen mit ein paar anderen Eisenbahnfreunden gehe ich erneut ins Gasthaus Zahm zum Abendessen. Heute esse ich Boudin, das ist Blutwurst mit Zwiebeln, Apfelschnitzen, Kartoffel- und Möhrenstampf, herrlich!

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