23.09.2017, CEVA, Journées portes ouvertes, TdoT (Tage der offenen Türen)

Ein strahlender Tag erwartet mich. 

Beste Gelegenheit für einen bahnaffinen Tag, auch wenn die Anreise ausserordentlich lang ist. Mehr als 3 Stunden dauert die Reise in die westliche Schweizer Grossstadt Genf.Die Bauleute der CEVA (http://www.ceva.ch) laden zum Besuch ihrer Baustellen im Rohbauzustand. CEVA = (Genève) Cornavin – Eaux-Vives – Annemasse. Genf soll in den nächsten Jahren eine die Grenzen überfahrende S-Bahn erhalten.

Schöne Fahrt Richtung Bundesstadt und dann gen Westen-Südwesten, entlang den Freiburger Schneebergen. Mildes Herbstlicht am Genfersee. Die Rebberge sind voller arbeitender, Trauben lesender Menschen.

11.16 in Genf, Rundgang durch den aufgepeppten Bahnhof. 

Ein halbes Dutzend Plakate weist auf den Tag des offenen Baustelle hin, aber keine Wegweiser, nichts! Eine SBB Mitarbeiterin sagt mir auf Anfrage hin, vor der Apotheke fahre alle 25 Minuten ein ‚bus navettes‘ zu allen Baustellen. Habe Glück, kaum eingestiegen fährt der grosse Gelenkbus mit 3 Reisenden los, zu einer Odyssee durch die Stadt. Der Chauffeure hat offensichtlich Mühe die richtige Route zu finden, eine Teilstrecke befahren wir ohne Zwischenhalt mindestens 2 Mal. 

Am ersten Halt ‚Carouge-Bachet‘ und Pinchat Tunnel, der ersten Baustelle steige ich aus. Recht weiter Fussmarsch. Dies wissen die Einheimischen offenbar. Deshalb sind die meisten Besucher der Tage der offenen Baustellen mit ihren individuellen Fahrzeugen (Autos und Motos), die sie in nächster Nähe parkieren dürfen, hier. Viele Treppenstufen in den Untergrund. Der Rohbau steht vor dem Bauabschluss, Rolltreppen sind bereits eingebaut, von den Aufzügen sind erst die Gerippe zu sehen. Ein paar wenige Marktstände von Technik und Baufirmen befinden sich im Gleistrog am Tunneleingang. Die Betreuer sind nicht sehr informiert. Einzig am Stand der Firma Getzner (www.getzner.com) habe ich mit Projektmanager Bertsch ein interessantes Gespräch über die Übertragung, Verbreitung, Verminderung und Verhinderung von Erschütterungen und Körperschall auf Eisenbahnstrecken und insbesondere in Tunnels mit knapper Überdeckung. Ich hoffe, die Produkte dieser Firma werden auch bei der Sanierung des Eisenbahntunnel knapp unter meinem Haus zur Anwendung kommen! 

Weiterfahrt mit dem Bus zur Brückenbaustelle Val d’Arve. Auch dieser Chauffeur hat noch Mühe den richtigen Weg und eine neue Haltestelle zu finden. Anstatt direkt vor dem Eingang zur offenen Baustelle anzuhalten, müssen wir auch dieses Mal knapp 500 Meter weit laufen!

Hier taucht die neue CH-F – Bahnstrecke kurz aus dem Untergrund auf, um auf einer eingedeckten Brücke, oder wird es sogar eine Tunnelbrücke bzw ein Brückentunnel, das schöne, geruhsame Flüsschen Arve zu überqueren.

Ich laufe auch durch den anschliessenden Tunnel bis zur Haltestelle Champel-Hôpital. 

Über hundert unterschiedlich hohe Treppenstufen sind es, um hier erneut an die Oberfläche und mitten in ein stilles Wohnquartier zu gelangen. 

Die Extrabus-Haltestelle ist allzu weit entfernt. Also schlendere ich durch den Parc Betrand zur Schule Bertrand und weiter Richtung Eaux-Vives, dem letzten Bahnhofsrohbau den ich Heute besichtigen will. 

Der alte Bahnhof ist zerstört, Baugruben allenthalben, Kräne und Betonsolos soweit das Auge reicht – nichts sehenswertes, ausgenommen das altehrwürdige Café des Voyageurs!Mit Tram und zu Fuss zurück zum Bahnhof Cornavin und mit dem nächsten Zug nach Lausanne – Aigle – Sion – Visp. Umsteigen, Abendsonne, Einkaufen, 22 Grad zeigt das elektronische Thermometer um 18.45 auf dem Bahnhofplatz.


Mit dem Intercity durch den LBT nordwärts nach Spiez. Hier ist der Himmel bedeckt, der Boden Regennass. 

20.30 im trauten Heim.

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