31.05.2017, entlang stillgelegter Bahnstrecken und über die See ins Ausland

Der Himmel hat über Nacht aufgeklart, noch weht aber eine starke Nordwestbrise. Treffpunkt 9:30 Uhr am Rostocker Hauptbahnhof. Da die S-Bahn zum Seehafen vor ein paar Jahren eingestellt wurde, müssen wir wohl oder übel mit einem Linienbus (Linie 124) um kurz nach 10 Uhr zur Abfahrtsstelle der Fähre bzw zum Fährterminal der Strassenverkehrsfähre (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Fährverbindung_Rostock–Gedser) fahren und mit einem Hafenbus weiter zur Anlegestelle der Gedserfähre. Bereits 1995 wurde bekanntlich die Eisenbahnfähre zwischen Warnemünde und Dänemark (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Trajekt_Warnemünde–Gedser) eingestellt und die Autofähre auf die rechte Rostockerseite der Warne verlegt. Eisenbahnreisende mussten fortan über Hamburg reisen oder mit der S-Bahn nach Rostock Seehafen und weiter zu Fuss zum Fährterminal. Aufgrund dieses ersten Todesstosses wurde ein paar Jahre darauf auch die dänische Eisenbahnstrecke von Gedser nach Nyköbing eingestellt. Bald wurden die alten Eisenbahnfähren durch neue 2-stöckige Auto- und Lastwagenfähren ersetzt. Heute versucht die Fährgesellschaft Scandlines (https://www.scandlines.de/) nun krampfhaft die verlorenen Eisenbahnreisenden und die Individualtouristen wiederum an Bord ihrer Schiffe zu bringen, was aber nur schlecht gelingt, zu kompliziert und umständlich ist die ganze Sache!
Die neuen Fähren werden gleichzeitig auf 2 Ebenen entladen und neu beladen. Das ganze Prozedere dauert kaum mehr als eine Viertelstunde. 

Es bläst ein harter, nur mässig kalter Wind aus Nordwesten. Kaum haben wir die schützenden Hafenmauern und Warnedämme hinter uns gelassen, wirft uns der Wind fast um. Nur am Heck ist es auszuhalten. Ich geniesse die Schiffsreise so sehr, dass ich mir ein kurzes Nickerchen gönne. Als ich immer wieder von Gischttropfen geweckt werde, ist’s vorbei mit der Ruhe.


12.45 in Gedser. Das ganze Gelände des früheren Fähranlegers und Bahnhofs Gedser (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gedser) wurde umgepflügt und komplett umgestaltet. Wir laufen in den Ringlokschuppen des Museums der hiesigen Eisenbahnfreunde (http://www.visitlolland-falster.de/de/gedser-remise-gdk61582), die auch die Bahnstrecke ins 25 Kilometer entfernte Nykøbing (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Nykøbing–Gedser) übernommen haben und mit Tourismuszügen betreiben. Nebst vielen interessanten dänischen Bahnfahrzeugen und norwegischen Nebenstreckentriebwagen, hat auf dem Gelände nun auch das Stellwerk der berühmten Olsenbande (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Olsenbande), das zuletzt in Kopenhagen beheimatet war, einen neuen Unterschlupf gefunden

14.30 mit der Buslinie 740 nach Nykøbing. Gute Gelegenheit für Fotos dänischer Eisenbahnen.

An dieser Stelle muss ich Achim und Bernd nun mal ein Kränzchen binden. Bernd hat wie mir scheint wie schon so oft wiederum die Hauptarbeit der Funtreffenorganisation und Durchführung sichergestellt und ‚hält alle Fäden zusammen‘. Achim ist der Hüter der Tickets und hält Bernd in hervorragender Arbeitsweise den Rücken frei. Jeden Tag werden Programmänderungen gewünscht oder werden aufgrund von Verspätungen oder anderem Unbill notwendig. Tagtäglich leisten diese 2 Männder eine Riesenarbeit und lassen sich auch von teils fragwürdigen Zwischenrufern nicht aus der Ruhe bringen! Herzlichen Dank Bernd+Achim!

Knapp 3 Stunden freie Zeit in Nykøbing Falster (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Nykøbing_Falster). Spaziergang durch die Stadt, Kaffeepause, weiterer Spaziergang.

Um 18.05 mit dem Bus zurück nach Gedser. Unsere Fähre ist eine gute Viertelstunde verspätet, was aber nicht weiter schlimm ist, da dies keinen Einfluss auf unsere heutigen Planungen hat. Kaum ist die Fähre eingelaufen, können wir auch schon einsteigen. Schnurstracks gehen wir ins Restaurant im Bug des Schiffs. Für 24.03 €uro gibt es ein Abendbuffet à discrétion, mit vielerlei Vorspeisen und Hauptspeisen, allerlei Mineralwasser, Bier, Weiss- und Rotwein, sowie Käse, Früchten und Vanilleeis. Für die etwas über 100 Minuten dauernde Heimreise nach Deutschland sind wir vollends beschäftigt!

Draussen bläst ein gegenüber dem Vormittag noch einmal stärker gewordener Wind, die Wellen sind höher und gischten, das Laufen mit den vollen Tellern und Gläsern wird zeitweise zum Balanceakt.

21.30 erreichen wir Rostock. Mit Bus und S-Bahn gehts nun zum Hauptbahnhof und heim ins Hotel

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