14.05.2017, mit Volldampf zu den westlichen lnseln

Muttertag! Tagwache um 06.15, Frühstück ab 7, Busabfahrt um 8, sardisches Eisenbahnmuseum um 08.20 (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Ferrovie_della_Sardegna), Dampfzugsabfahrt um 08.40. 
Heute haben wir ein ganz besonders attraktives Programm! Wir fahren mit einem authentischen, normalspurigen FS Dampfzug, Lokreihe 740 (C 4/5 mit 4-achsigem Tender), 2 vierachsigen Centoporte (http://www.sardegnavapore.it/sardegnavapore/news.asp?id=185, Hunderttüren-Wagen) und einem passenden 2-achsigen Gepäck- und Zugpersonalwagen. Das Rollmaterial stammt vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Wir fahren in unserem Extrazug von Cagliari nach lglesias. 

Wegen einer Barrierenstörung erhalten wir unterwegs ca 30 Minuten Verspätung, können dafür während des langen Aufenthalt in Villamassargia-Domusnovas den Zug und die Bahnhofsanlagen ausführlich besichtigen.

Uns bleiben dafür nur noch knapp 5 Minuten um in lglesias (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Iglesias_(Sardinien)) den Zug und die Umgebung zu besichtigen. Auf die Besichtigung dieser Stadt müssen wir leider verzichten und in unserem Bus zur Küste und zum Fährhafen nach Portovesme (https://it.m.wikipedia.org/wiki/Portovesme) fahren.

Die ehemaligen Alufabriken hier sowie die übrigen Industriekomplexe sind stillgelegt, die Anlagen verrotten, einzig die Produktion von Strom aus Kohle läuft noch.

Mit der Fähre setzen wir über nach Carloforte auf der Insel San Pietro. Wir haben nicht viel aber doch genügend Zeit um das kleine Fischerstädtchen Carloforte auf eigene Faust zu erkunden.

Kurz nach 13 Uhr kehren wir ein um zu Mittag zu essen: Wasser, weisser Inselwein, Brot, Salz, Öl, sardisches Couscous, Rotwein, sardische Maccheroni an einer Gemüsesauce, leicht erwärmter Thunfisch an gedünsteten Zucchetti, süesses Dessert mit Creme und Eis, Kaffee.

Ich mag nicht lange sitzen, spaziere erneut durch die Stadt, suche Erinnerungen an frühere Reisen, finde aber nur noch die Thunfischfabrik.

15.40 bringt uns eine weitere Fähre nach Calasetta auf der Insel Sant’Antioco. Hier erwarten uns unsere Busse. Wir fahren sofort weiter ins Städtchen Sant’Antioco (sardisch Santu Antiogu). 

http://sardinien.com/a1003/articles/1003/isola-di-sant-antioco/

Pause und Verdauungseis in einer Hafenbar bevor wir mit unseren Bussen über den neuen Seedam aufs sardische Festland wechseln und nach Carbonia weiter fahren. 

Wir haben noch genügend Zeit um diese ehemalige Kohlenbergbaustadt zu besichtigen, die erst Mitte der dreissiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts im Auftrag Mussolinis erbaut wurde. Carbonia (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Carbonia) ist heutzutage die Stadt mit der höchsten Arbeitslosigkeit in Italien. Es findet aber gerade ein Stadtfest statt, ich darf an verschiedenen Ständen Salziges und Süsses kosten. Der Pecorino ist einfach himmlisch. Schade, finde ich nicht genügend Zeit ein paar wenige dieser guten, lokalen, sardischen Produkte zu kaufen.

16.50 fährt unser Dampfzug im Bahnhof von Carbonia ab. Während der Ausfahrt können wir rechter Hand, den anstelle einer Drehscheibe errichteten 3-zackigen Stern zum Wenden von Einrichtungsfahrzeugen und Dampflokomotiven fotografieren. 

Das Abendlicht ist nun besonders schön. Ich geniesse diese einmaligen Blicke aus dem Fenster des hintersten Wagens, schreibe ein paar Zeilen fürs Tagebuch, staune in die Landschaft, fotografiere hin und wieder oder filme wenn ich erwarte nächstens die Dampflokgeräusche besonders gut zu hören oder dunkle Dampfwolken zu sehen.

In der untergehenden Sonne erreichen wir um 20:20 Uhr Gagliari. Aussteigen, verabschieden, zum Bus laufen, ins Hotel führen lassen, kurz duschen. 21:15 Uhr setze auch ich mich an den Abendessentisch und geniesse mit allen anderen zuerst eine sardische Minestrone, dann ein, nein 2 sardische Schweineschnitzel mit Salat und schlussendlich ein Tiramisu und Kaffee. Dazu gibt es wie schon gewohnt Mineralwasser mit und ohne, Wein rot und weiss! Ein toller Tag neigt sich dem Ende entgegen.

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