19.06.2016, Besuch im Verkehrsmuseum und fröhliche Heimreise

Wie die meisten anderen auch habe ich ein Zimmer mit Aussicht über den Hauptbahnhof Nürnberg und die südwestliche Ein- und Ausfahrt erhalten. Herrlich, auch in später Nacht noch Züge beobachten zu können und Lautsprecherdurchsagen zu hören. Dies ist ein ferrophiles Erlebnis der Extraklasse!Schon wieder können wir ausschlafen, treffen uns erst ab halb 9 Uhr am Frühstücksbuffet. Unendlich die Auswahl an gesunden und weniger gesunden Lebensmitteln.

Morgentoillette, einpacken, Zimmer bezahlen, Gepäck deponieren; kurz nach 10 Uhr spazieren wir 5 Minuten weit zum Verkehrsmuseum (http://www.dbmuseum.de/museum_de/home). Ich habe das Museum zwar schon dutzende Male besucht, entdecke aber auch heute wieder Neues. Im ständigen Fundus wurden etliche Themen neu arrangiert, gebündelt und sehr attraktiv und anschaulich dargestellt.



Noch bis heute Abend kann zudem eine „Sonderausstellung – Planet Railway: Schweiz“ besichtigt werden.

In Kooperation mit dem Verkehrshaus der Schweiz ist ein historisches Panorama des Bahnlandes Schweiz entstanden, das von den Anfängen in den 1840er Jahren bis in die Gegenwart reicht (stinkende Eigenwerbung des DB-Verkehrsmuseums). 

Noch nie haben wir in einem Verkehrsmuseum so viele, so falsch dokumentierte Fotos, schlecht beschriebene Ausstellungsstücke und fehlerhafte Darstellungen unseres einzigartigen schweizerischen Bahnsystems gesehen (das Knotensystem ist falsch erklärt und beinhaltet falsche Fahrzeiten, zB Biel-Lausanne in 30 Minuten, IC2000-Wagen und Lok 460 sind S-Bahnen, ICN sind 5-teilig mit fehlendem Gleichrichterfahrzeug, Herstellerangaben sind en Masse vertauscht oder falsch, usw, usf!

 Ich kann nicht verstehen, dass das Verkehrshaus Luzern, einer der Hauptakteure so viele Fehler zugelassen hat!!! Schade, dass eine derartige Ausstellung nicht mit etwas mehr Sorgfalt arrangiert wurde!

13 Uhr ist vorbei als wir zum Hotel zurücklaufen, unser Gepäck Schultern und zum Bahnhof laufen. Im Nu habe ich mir ein Billett nach St.Margrethen gekauft und sogar noch eine Platzreservation erhalten. 
62-minütige Reise, im bis zu 300 Stundenkilometern schnellen ICE, ins 171 Kilometer entfernte München. 80 Minuten Aufenthalt, genügend Zeit für einen Bahnhofsbummel mit ein paar Fotos und einer kleinen Erfrischung in der DB-Lounge. 


16.33 treten wir die letzte Etappe unserer verlängerten Wochenendreise an: EC 192 von München über Lindau-St.Margrethen-St.Gallen-Zürich HB nach Basel SBB Pb (was wohl Personenbahnhof heissen soll). Kurz nach dem Halt in Buchloe begeben wir uns allesamt in den Speisewagen, wo Edwin rechtzeitig Plätze reserviert hat. Abendessen und Ausklang der Reise. 


Überall sehen wir überschwemmte Felder und hochgehende Flüsse. Nach der Spitzkehre in Lindau sehen wir die überschwemmten Uferwege des Bodensees. Am ersten Haltebahnhof in der Schweiz, in Sankt Margrethen verlassen uns Leonora und Daniel. herzliche Verabschiedung. Kurz darauf muss auch ich in Sankt Gallen aussteigen, da es keinen Sinn macht, 200 Minuten bis nach Brienz heimzureisen und Morgen wieder hierher zu kommen. Heidi und David, Edwin und Reiner reisen im Eurocity bis Zürich und weiter nach Hause.
Es war eine intensive, harmonische, Erlebnisreiche, 4- bzw 3-tägige Wochenendreise. Wir freuen uns schon Heute auf die irgendwann ab dem 31.10. zu organisierende Krokodil-Heimführungsreise.

2 Gedanken zu “19.06.2016, Besuch im Verkehrsmuseum und fröhliche Heimreise

  1. Sali Christoph vielen Dank für alles ich finde das wirklich toll was du alles machst und mich auf dem laufenden hältst! Ich hoffe es geht dir auch gut! Lieber Gruss Oli

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  2. Salü Christoph, wie immer sind Deine Reiseberichte einmalig. Gestern haben wir im Fernsehen auch etwas über die Eisenbahn gesehen. Weist Du das es eine Dampflok gibt, die ist verkleidet und hält den Westrekord mit über 200km/h. Davon sind jetzt in England im Eisenbahnmuseum 3 Stück zu sehen. Eine davon wurde aus Canada, die andere „Georg Washington“ aus den USA per Schiff nach England gebracht.
    Weiterhin viel Freude bei Deinen Reisen, wünschen Klaus und Anneke

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