01.04.2016: Kein Scherz – heute hat mich der Wind umgeweht!

Nach einem sonnigen Donnerstag mit Frühlingshaften Temperaturen ist der Himmel heute morgen wieder komplett bedeckt und ein kalter Wind pfeift um die Häuser. Nichtsdestotrotz gehe ich nach einem ausgedehnten Frühstück, gegen halb 10 ein weiteres Mal zum Schmalspurbahnhof um noch einmal in  

 Richtung Blaenau Ffestiniog zu reisen und sofern es das Wetter zulässt auch etwas zu wandern.Mit dem ersten Zug verlasse ich Porthmadog. Zum Glück sind die Wagen etwas geheizt. draussen war es heute früh nur 1 Grad warm bzw kühl. Gerade noch rechtzeitig denke ich daran, den Zugführer zu verständigen, dass ich im Bedarfshalt Dduallt aussteigen möchte.  


Kaum hält der Zug an diesem interessanten Bahnhof an stehe ich auf, öffne das Fenster der Türe und drehe den Türknauf. Aber halt, dies geht ja nicht, ein britisches Gesetz aus den ersten Jahren der Eisenbahn, mithin vor bald 200 Jahren, schreibt vor, dass Eisenbahnen im Gebirge und mit kleinen Spurweiten nicht nur wie Normalspurwagen innen keinen Türgriff haben dürfen, sondern auch, dass sie mit einem speziellen Schlüssel von aussen zusätzlich verriegelt werden müssen! Nun denn, so warte ich halt eben, bis der Zugführer im hintersten Wagen ausgestiegen ist und mir die Türe öffnet.

Die Ffestiniog Railwag war übrigens die erste Schmalspureisenbahn der Welt. Ihre Spurweite von 597 Milimeter hat sich aber kaum verbreitet, schon nur wegen Konkurrenzängsten. So entstanden alleine in Wales, Schmalspurbahnen in mehr als 6 verschiedenen Spurweiten.  




Ab 1962-1971 musste die Bahnlinie ab Dduallt wegen eines neuen Stausees höhergelegenen werden. Das Gelände rund um die Station war ideal, eine offene Spirale zu bauen. Die alte Trasse ist bis zum See noch heute erhalten und wird als Wanderweg und landwirtschaftliche Fahrstrasse genutzt. Nach ungefähr einer Stunde wandern setzt ungemütlicher Regen verbunden mit heftigen Sturmwinden ein. Einmal weht es mich förmlich um.  



Ich fotografiere noch ein paar vorbeifahrende Züge, bevor ich einen durch klare Handzeichen zum Anhalten bringe und selber einsteige.  

In Blaenau Ffestiniog (oben die Trasse einer ehemaligen Standseilbahn für Schiefertransporte; unten Schieferbfallberge)

besuche ich, um mich aufzuwärmen, ein Kaffeehaus und geniesse einen warmen Zitronencake mit Rahm.

Dann zieht es mich wieder raus bzw in einen Zug. Habe Glück, ergattere ein ganzen Abteil für mich. So kann ich nach Belieben die Fenster öffnen ohne Rücksicht nehmen zu müssen. Fotografiere die Atomkraftwerkruine in Gellilydan bzw Trawsfynydd auf der anderen Talseite, in ungefähr 3 Kilometern Entfernung.






Gegen 16.30 Uhr, nach vielen Bahnfahrten erreiche ich wieder den Ausgangspunkt Porthmadog. Ich muss dringend die Akkus des iPhones und des IPads laden, die wegen der Kälte besonders gelitten haben. 

Um 17.50 fahre ich mit einem Bus der Linie 3 nach Criccieth. Laufe durch diesen historisch schönen Ort mit  

 Burg, an der Irischen See.  



 Kaum 10 Minuten munterwegs, da spüre ich erneut, dass ich schon wieder vergessen habe meine Handschuhe mitzunehmen. Es ist eisig kalt, der Wind pfeift, Gischt aus der Brandung spritzt hoch. Eine knappe Stunde mag ich laufen, dann habe ich genug, bin hungrig, habe kalt. Gegen 20 Uhr daheim, geniesse ein herrliches  

 Abendessen und hervorragenden Wein.

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