18.09.2015, Rückreisevorbereitungen

Wenn ich weiterhin so lange schlafe, dann wird’s kritisch! 

Erst gegen 08.30 erhebe ich mich heute und schreite dann nach einer kurzen Katerwäsche zum Frühstück: Müesli, Milch, Käse, Orangensaft, Brot, Anke, Gonfi, Miuchkafi, Birne – es mundet herrlich, ich könnte mich daran gewöhnen, dabei esse ich doch normalerweise gar kein Frühstück.

Das Krokodil steht heute den ganzen Tag in der Werkstatt -Rückreisevorbereitungen: Ich weiss zwar schon um was für Arbeiten es sich handelt, kann sie aber nicht genau und vorallem verständlich beschreiben, deshalb lasse ich es sein. Diese, wahrscheinlich aufgrund der Rollgeräusche mich immer wieder an eine Nähmaschine erinnernde Lok, darf wegen unterschiedlichen Stromsystemen (Polen), sowie Regulationsbestimmungen (Deutschland) bis nach der Rückkehr in die Schweiz nicht mehr Zuglok sein, das heisst sie wird nun über längere Distanzen geschleppt werden. 

Zusätzlich werden auch alle für Eisenbahndevotionalienjäger interessanten Dinge, also Lampen, Nummernschilder, und anderes mehr demontiert und Diebstahlssicher verpackt.

Den restlichen Vormittag verbringe ich mit Tagebuch schreiben, diskutieren und lachen mit anderen Reiseteilnehmern. 

Nach dem Mittagessen spaziere ich über das weitläufige Schulungs- und Museumsgelände.  

  Bevor ich heimwärts gehe, will ich unbedingt aber noch durch den Kronoskogen.

zum Strand laufen. Das ursprüngliche Ängelholm musste vor mehreren hundert Jahren wegen wandernden Sanddünen von der Küste weg ins Landesinnere verlegt werden. 

Vor genau 100 Jahren wurde dann zum Schutz der heutigen Ortschaft dieser Bannwald, der Kronoskogen angelegt. Mitten im Wald befindet sich auch ein UFO Denkmal. 

Der kilometerlange Sandstrand mit einer magerbewachsenen Sanddüne davor ist erstaunlich breit. Ewig weht ein starker Wind und die Brandung ist nicht zu unterschätzen. 

   
   
 
Mache ein Nickerchen, bevor ich kreuz und quer durch den Wald zurück zum Zug laufe.  

   

19 Uhr Abendessen, 20.15 Duschen und Sauna, 21.30 Dessert und gleichzeitig letzte Rangierbewegungen, 22.30 am Bahnsteig, 22.55 verlassen wir Ängelholm eine Minute vorzeitig – nun sind wir wirklich auf dem Heimweg!

Es war ein absolut einmaliges Abenteuer geht seinem Ende entgegen! Obwohl oder vielleicht weil diese Reise Völkerverbindende Mermale aufwies, ist die Chance, wieder einmal mit Lokomotive, Wagen und offenen Reisenden ein anderes, uns fremdes Land mit unbekannten Einwohnern zu besuchen, NULL! Dank gebührt deshalb auch der schweizerischen SVP (So Viu Püffle) für ihre aktive Abschottungspolitik. Auf einer Insel zu leben und nur für Ferien, für das Begaffen fremder Tierarten und den Export von ‚goldigen Nüssen‘ diese Insel zu verlassen – ist das wirklich Die von uns gewünschte Zukunft?

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