07.09.2015, Montag, Herrljunga – Falun – 

Erwache zwischen 4 und 5 in der Früh, weil mich ein inneres Organ drückt und der Zug durch den Bahnhof Kil ruckelt.

Kann dann nur noch kurz weiterdösen, will vielmehr die Morgendämmerung geniessen.  
  
Wir sind unterwegs im Seen- und waldreichen Schweden, nördlich des Vänernsees.

Erhasche einen kurzen Blick auf ein, an einem Seeufer im Schilf stehendes grosses Tier. Das muss ein Elch sein! Kurze Zeit später sehe ich eine Elchkuh mit ihrem Jungen, ich bin aber schon wieder zu langsam zum Fotografieren.

    

Wunderschöne Gegend, grosser Fahrtgenuss.

Ich denke gerade, was für eine tolle Fahrtstrecke dies für unser Krokodil gewesen wäre, da kommen wir mit einem Ruck mitten auf einem Bahnübergang zum stehen.  
   
Ich befürchte zuerst einen Unfall, erkenne dann aber, aufgrund der Aktivitäten an der Spitze des Zuges, rasch, dass mit der Spitzenlok etwas nicht stimmen kann. Nur noch ein Stromabnehmer liegt am Fahrdraht an. 

Über 30 Minuten lang stehen wir und blockieren allfälligen Strassenverkehr.

Das Nervigste ist jedoch das pausenlose Läuten der Bahnübergangsglocke, das auch die letzten Schnarchtüten aus dem Tiefschlaf holt. 

   Endlich geht es weiter. Die alte Holzkastenlok schiebt die mit ATC ausgerüstete Spitzenlok vor sich her und zieht auch noch unseren Zug. Hin und wieder halten wir an, die Lok muss wohl verschnaufen, bzw es hat zuwenig Spannung im Fahrdraht.

Am nächsten Bahnhof müssen wir unsere Reise vorderhand unterbrechen. Es wäre zu riskant einfach so weiterzufahren. Tågab hat von unserem Problem erfahren. Deren Diesellok TMY 106 ist mit einem Holzzug unterwegs, den sie nun stehen lässt, um über Borlänge uns zu Hilfe eilen. 

Wir müssen ungefähr 90 Minuten warten, was aber kein Problem darstellt, da wir es geniessen können, das Frühstück ohne „lästigen“ Fotohalt oder sonst einer Störung einzunehmen.

  Warten auf die Hilfslok, der Zug steht nicht am Bahnsteig. Endlich kommt sie, die Hilfslok mir der Filmbemalung für die amerikanische Great Northern.  
    
  Schöne, tiefblau-moorigbraune Seen  
  Lustige Bauweise eines Aussenbahnsteigs  
  Selten glückliche Begegnung an einer Bahnüberwerfung   
 Mit der Hilfe der starken Lokomotive, die für einen amerikanischen Film zur Great Northern Lok umfungiert wurde, kommen wir nun rasch vorwärts.

 So sausen wir nun weiter nordwärts, machen in Grängesberg aber doch noch einen Foto- bzw Kreuzungshalt,  



 durchfahren sodann Borlänge in hohem Tempo  


 Oben: 2 Damen der Speisewagencrew geniessen die abwechslungsreiche Landschaft

Unten: die 3 Chefs auf unserem Zug (vlnr: technischer Leiter, Reiseleiter, Gesamtleiter)
 und stoppen erst in Falun. Grosses Manöver  

erwartet uns hier: Filmlok abhängen  

und wegstellen (ganz tolle Sache, ins Gleis nebenan, die Fotografen flippen aus vor lauter Freude!), 

anfahren und kuppeln der Holzkastenlok-Schwesterlok 101, die uns aus Gävle entgegengeeilt ist. 

     

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