06.08.2020, kurze Ausfahrt bzw Auffahrt nach Zaun bzw Züün

Lymphdrainage tut mir gut. Allerdings muss ich hinterher jeweils sofort für ein paar Minuten aufs Rad, mich bewegen denn sonst schmerzen die Beine.

Das Dorf sieht einfach behütet schön aus, so von Westen, mit dem See im Vordergrund und der, die Ansiedlung überragenden Kirche auf dem Hügel.

Unbeabsichtigt fange ich meist an zu singen …..

A nem See im scheenen Oberland Liit es Dorf gar still i Treimen Bruuni Hiiser gschoue frindli drin Zwischem Wasser, Fäld und Weiden Stotzig Flieh u heier Alpeweid Griesse stolz i issers Tal Und am Grat da gsesch dr goldig Schyn Vom erschte Morge Sunnenstrahl

Irgendwie komme ich nun aber doch nicht in die Gänge. Ich bin müde. Ich lege mich daher am Quai auf die Brüstungsmauer und döse bis es zu heiss wird.

Ein Eis bringt nur kurze Abkühlung. Also gehe ich heim, schlafen, bis nachmittags um fünf.

Jetzt muss ich noch etwas tun! Auf Nebenstrassen radle ich so schnell es geht bzw ich mag in Richtung Meiringen.

An der Abzweigung nach Zaun halte ich abrupt. Da oben war ich noch nie mit dem Fahrrad. Also wann denn, wenn nicht jetzt.

Blick in den Rückspiegel.
Meiringen

Erst als die Strasse nicht mehr ganz so stark ansteigt, mag ich anhalten und noch einen richtigen Blick zurück nach Meiringen tun.

Der Blick vorwärts ist einfach wunderschön

Der ungefähr 400 Meter lange einspurige Tunnel, ohne Kreuzungsmöglichkeiten, durchquert den Felssporn der die Terassen des Bielti und Prasti abschliesst.

Es geht recht steil berg auf, ich kann nicht anhalten, muss meine Fotos einfach so knipsen.

Es scheint mir, ich sei schon fast gleich auf mit dem Brünigpass gegenüber

Eigentlich möchte ich noch ganz gerne weiterfahren, einfach immer weiter Berg an, bis das meine Batterien und die Batterien des Trikes leer sind.

Direkt am Strassenrand geht es durch dichten Laubwald und über steile Flühe runter ins Aaretal – Vorsicht Absturzgefahr!

Hendrik telefoniert – ahh ja, wir haben uns zum Abendessen verabredet.

Es reicht nicht mehr, um bis oben an den Oltschibach-Wasserfall zu pedalen. Ich muss auf 980 Meter über Meer umkehren, um raschestens talwärts und zurück nach Brienz radeln.

Der himmlische Duft des trocknenden Grases, des Emds, steigt mir wohltuend durch die Nase ins Hirn und benebelt mich. Dieser Duft ist alle Mal besser als das teure zu rauchende Gras

Im tiefen Wald unter den steilen Felswänden ist es, trotzdem dass es erst 18:35 Uhr ist, schon recht dunkel (und gfürchig).

Volle Konzentration auf die schmale Strasse, um den Tunneleingang zu treffen!

Ausblick zum Hasliberg und zum Felssturz von Meiringen.

Oltschibachfall glitzert in der Abendsonne
Auf der Aarebrücke in Unterbach: Blick Aareabwärts und …
… Aareaufwärts …
… nach vorne, wo die geschlossene Schranke und das rote Blinklicht mir Halt gebieten

Immer heller und schöner glitzert der mächtige Wasserfall des Oltschibachs.

Es dünkt mich, ich hörte die Wasser fallen

Ein letzter Blick zurück, dahin wo in 12 Stunden die Sonne wieder aufgeht.

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