13.09.2019, Heimreise mit Trike nach Brienz

Ich habe schon einen gewissen Bammel. Werde ich es schaffen, so untrainiert wie ich bin, mit dem neuen Dreirad bis nach Brienz zu fahren.

Jedenfalls habe ich doch eher unruhig geschlafen. Nach einem reichhaltigen Frühstück erreiche ich Bühl bei Arberg aber schon vor 9 Uhr.

Im Nu ist alles erledigt, ich kann meine 2 Taschen ans Dreirad hängen und losradeln. Ich habe einen tollen Tag erwischt!

In Lyss vertraue ich den Wegweisern, verfranse mich prompt und bin, ehe ich es mir richtig gewahr werde, schon wieder die halbe Strecke zurück nach Aarberg gefahren.

Soll ich mich auf Velo-Wegweiser verlassen oder die Velokarte auf dem Tablet studieren oder mich auf meinen inneren „Wegweiser“ sprich Intuition verlassen?

Ich fahre nachmeinem inneren Kompass und der mir den Weg weisenden Sonne.

Die Batterieunterstützung macht Spass. Der Elektroantrieb unterstützt nur, wenn ich auch in die Pedale trete.

Trotz nicht trainierter Muskeln, reicht die normale Unterstützung „Eco“ meistens aus. Bei grösseren Steigungen merke ich aber rasch, dass ich die „Raketen ähnliche“ Unterstützung, den „Boost“ einschalten muss, um nicht unbeabsichtigterweise stehen zu bleiben oder schlimmer noch, rückwärts den Berg runter zu rollen.

Ehe ich mich so richtig versehe, bin ich nördlich an Bern vorbei. Erst nach dem Passieren des Hüehnliswalds, schräg südlich von unserem 1970-1973er Wohnort Rüfenacht, mache ich in Allmendingen einen ersten Halt.

Ich esse ein paar mitgenommene Äpfel aus dem heimischen Garten und beobachte den regen Eisenbahnverkehr auf der Zufahrtsstrecke zum Lötschberg, durchs Aaretal und in Richtung Emmental.

Dann muss ich mich aber aufraffen, weiter radeln, trotz der zunehmenden Wärme.

Kurz nach 13 Uhr erreiche ich Thun. Ich habe Hunger, will aber nicht in eine Beiz. Also kaufe ich mir im Bälliz ein paar Wurstweggen, radle an den See und mache eine ausgedehnte Siesta.

Ich schmiere meine Gelenke ein, die ich nun doch langsam spüre. Ich vergesse aber, auch die mitgeführte Sonnencreme zu benutzen. Erst am Abend, daheim in Brienz werde ich merken, dass ich mir einen kleinen Sonnenbrand eingefangen habe.

Den nächsten Stopp mache ich schon kurz darauf, bei der Überquerung der Kander.

Auch die lange Steigung bis nach Spiez schaffe ich problemlos mit der ersten Batterie, ich bin ganz erstaunt.

Um 16 Uhr erreiche ich heimatliche Gefilde, den Brienzersee. Ich beschliesse, auf der Hauptstrasse zu bleiben, nicht dem Radweg via Iseltwald und über den Giessbach hinweg zu folgen.

Mache nun immer wieder Pausen. Nicht dass ich überaus müde wäre, aber die Wärme tut mir gut, die Fernsicht ist toll, die Stille des Brienzersees ist lieblich.

Kurz vor 18 Uhr liegt meine Heimat, das schönste Dorf am Brienzersee ganz nah vor mir.

115 Kilometer bin ich geradelt.

Der Reserveakku verfügt noch immer über mehr als 80 Prozent.

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