19.04.2019, umhi ungerwägs

In den letzten Nächten haben mich immer wieder Gelenkschmerzen im Ellbogen wach werden und leiden lassen. Es ist dasjenige, das ich vor ein paar Jahren ausgerenkt hatte. Deshalb habe ich gestern den ganzen Tag kühlende essigsaure Tonerde eingerieben. 

Letzte Nacht war ich nun schmerzfrei, mehr oder weniger! Also sollte einem Start zu einem neuen Abenteuer nichts mehr im Wege stehen.

Herrlich sonniges Frühlingswetter, wie schon gestern Abend.

Das Packen fällt mir schwer. Muss ich Winterkleider oder auch Shorts mitnehmen? Ist es in Irland und Schottland immer noch regnerisch und eiskalt? Über welchen Weg will ich denn reisen, ohne den überheblichen und geldgierigen französischen Staatsbahnen SNCF allzu viel Geld in den gierigen Rachen zu stopfen. Die SNCF wollten doch tatsächlich über 70 Euro für die 2 kurzen Strecken zum Atlantik. Ich fordere alle Interrrailer und Eurailpassinhaber auf, die kundenunfreundliche SNCF und am besten auch grad ganz Frankreich zu meiden beziehungsweise zu umfahren! Nur so kann diesen Wegelagerern noch Einhalt geboten werden!

Kurz vor 14 Uhr bin ich endlich startklar. Zwei ab zwei fährt ein Regio nach Interlaken. Kaum habe ich Brienz verlassen, stauen sich am Himmel die Wolken, die Wellen auf dem See werden grösser.

Umsteigen in Interlakens Ostbahnhof auf einen Intercity. Habe Hunger, geniesse im Speisewagen warmen Schinken mit Kartoffelsalat und Rivella.

Umsteigen in Bern, nach Biel. Freue mich, im Bahnhof mal wieder Christeli zu sehen.

Gemeinsam geniessen wir einen Kaffee und tauschen Nachrichten aus. Kurz nach 17:00 Uhr fallen die ersten Regentropfen. 17:19 Uhr im Regio Express RE nach Moutier – Delémont –

Porrentruy –

Delle –

Meroux TGV.

Für die letzten 10 km bis

Belfort muss ich in einen unbequemen, allzu eng möblierten SNCF Zug umsteigen. Buche ein Hotelzimmer in einem Best Western gleich vis-a-vis vom Bahnhof. 

Die SNCF Schalter sind geschlossen und öffnen morgen frühestens um 10:00 Uhr. Werde also morgen mich irgendwo anders um ein Billett bzw Platzkarte bemühen müssen. Spaziergang durch die Innenstadt.

Die günstigen Gaststätten sind alle über belegt, in eine teure Beiz mag ich nicht. Esse in einem Hamburgerrestaurant.

Werde hier das erste Mal in meinem Leben ernsthaft gefragt wie ich meinen Birger denn wolle, bleu, englisch, Medium, bien quit!

In der Dunkelheit träppele ich gesättigt heim ins Hotel zum Verfassen des Tagebuchs!

Guet Nacht!

3 Gedanken zu “19.04.2019, umhi ungerwägs

  1. Lieber Christoph, wir sind froh, dass es Dir wieder etwas besser geht, so dass Dich die Reiselust wieder gepackt hat. Wir wünschen Dir eine schöne Reise und nicht zu viele Schmerzen! Herzlich grüssen wir Dich und warten sehr auf Deine weiteren Berichte.

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  2. Ciao Christoph, bon voyage. Wünsche dir frohe Ostertage und einen fleissigen Osterhasen. Mit liebem Gruess Robi

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