18.05.2018, Eisenbahn nach Nordmoldawien, Bus über die Grenze

Heute müssen wir wieder mal früh aufstehen. Wir verlassen dieses erste echte 5 Sterne Hotel auf dieser Reise, reisen weiter. 6 Uhr Tagwache. 6.30 am Frühstück.

07.15 beim morgendlichen Thronen klopft es an der Türe. Bevor ich was sagen kann steht der Bedienstete vom Zimmerservice in der offenen WC-Türe und will die Minibar kontrollieren, es kümmert ihn herzlich wenig, dass ich in Ruhe kacken will, komische Sitten!

7.30 mit Bus ab Hotel. 07.45 am Bahnhof in Chisinau. Der Bahnhofvorstand empfängt uns zur Verabschiedung mit Schampus und Süssigkeiten. Es bleibt leider nicht mehr viel Zeit.

Um 07.58 hornt der Lokführer ein erstes Mal, das Ausfahrsignal steht, rasch wird eingestiegen. 08.00 Uhr hornt der Lokführer ein 2. Mal. Unser Zug, bestehend aus Liegewagen mit hochgeklappten Liegen und

Speisewagen, wo schon hart gearbeitet wird, sowie einer

6-achsigen Diesellokomotive mit nur einem vollausgerüsteten Führerstand.

Genieße die ersten 2 Stunden Reise ohne eine einzige Foto zu machen, sondern nur die Landschaft zu genießen, zu diskutieren, zu lachen Kaffee zu trinken und den Hals mit von der Crew gefertigtem Nuss-, Zwetschgen- und anderem Hochprozentigen zu desinfizieren.

Auf die Minute genau erreichen wir um 10.11 den moldauisch-rumänischen Grenzübergangsbahnhof Ungheni. Unsere Lok wird abgehängt und verlässt den Bahnhof in die Richtung aus der wir gekommen sind, um im Gleisdreieck abzudrehen. Sofort setzt sich eine andere Diesellok an unser neues Zusende und zieht uns zum Bahnhof raus auf den Brückenkopf,

wo wir aussteigen dürfen und die Grenzanlagen und den Übergang nach Rumänien besichtigen dürfen. Bald geht es wieder zurück in den Bahnhof. Hier erwartet uns schon der Bahnhofsvorsteher mit einer Rede, sowie dem Angebot, weitere interessante Anlagen (Stellwerk, Bahnhofsgebäude, Umspuranlage) in seinem Bahnhof zu besichtigen.

Heja, wie schnell die Zeit vergeht, schon werden wir wieder aufgefordert einzusteigen. Unsere Diesellok hat sich wiederum an den Zug gekoppelt und fährt nun um 11.32 mit uns in die andere Richtung zum Bahnhof raus und weiter gegen Norden.

1 Stunde später darf ich mit knapp 40 Mitreisenden zum ersten Mittagsservice in den Speisewagen. Klare Suppe mit Flädli und viel Gemüse und einem Stück Poulet, Gemüsesalat,

Polenta mit Fleisch, Salat, Gemüse und geraspeltem weissen Käse. Dazu Wasser, Wein, Schnäpse, Brot – Alles frisch zubereitet in der Küche des Speisewagens.

13:30 Uhr erreichen wir Baltî.

Auch hier erwartet uns wieder der Bahnhofsvorstand mit einem langen Manuskript.

Nach der Rede, die übersetzt wird, dürfen wir wiederum den Bahnhof besichtigen. 14:30 Uhr, die Lok hat im Gleisdreieck ein weiteres Mal gewendet, fahren wir weiter bis Ocnita, an 16.15.

Hier heißt es Abschied nehmen von der liebenswürdigen Crew des Zuges und auch von Vladimir und seiner ukrainischen Kollegin. Wir werden von Yuri und einer Kollegin sowie zwei Bussen mit Chauffeur erwartet. Nachdem alles Administrative erledigt ist fahren wir kurz vor 17 Uhr ab.

Yuri kündet an, dass die Fahrer beschlossen hätten, wegen den schlechten Strassen einen Umweg zu fahren (total 60 km mehr). Bald regnet es heftig! Zudem muss trotz funktionierenden Bus-Toiletten ein längerer Bisihalt bei einer Tankstelle eingelegt werden. Auch die Grenzkontrollen Moldawien – Ukraine dauern lange, unendlich lange, so dass wir erst bei einsetzender Dunkelheit, d.h. gegen 22 Uhr unser Hotel in Tschernowitz erreichen. 3gängiges Abendessen und ein Dunkelbier in der Hotelgaststätte. Bin müde, muss aber noch ins Tagebuch notieren.

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