Yvonne und Michali wollen uns heute die nähere Umgebung zeigen. als wir unterwegs sind kommt aus, dass daraus eine Rundfahrt über den südlichen Teil der Kassandra Halbinsel wird.
In Kalithea halten wir heute gar nicht erst an.
Michali fährt in Kryopigi von der grossen Strasse ab, durchs alte Dorfzentrum. Es wurde viel kaputt gemacht, neue Bauten die einfach nicht hierher passen.

Überall wird auf Teufel komm raus gebaut. Nicht alle Bauten sind schön, es hat leider sehr viele Bergbahn-Talstationen und andere schrecklichen Bauten für Ruhe bedürftige Reiche!

Hohe Friedhofsmauern und edle Baustoffe zeichnen diese kantigen und nicht gerade schönen Ferienbauten aus. Die Hauptklientel die hier zu Hause ist, kommt aus Serbien, Bulgarien, Rumänien und Türkei.
50 Prozent eines Strandareals müssen frei bleiben – eigentlich. Denn kontrolliert wird die Einhaltung kaum. Hier gibt es nur noch alle paar Kilometer einen schmalen Weg durchs Dickicht zum Strand.

Einen ersten Halt machen wir in der Porto Valitsa Bucht. Von neun Jahren gab es hier erst eine Betonplattform. Heute gibt es hier ein riesiges Ferienresort mit unzähligen Häusern und Tauchschule. Zum Glück ist die Küste hier felsig.





Nördlich davon befindet sich der Paliouristrand, vor 10 Jahren war diese Bucht ein Geheimtipp. Heute befinden sich hier etliche Hotels Und am Strand gibt es bis zu sieben Reihen fix montierter Strandschirme und -liegen, schrecklich.


In Zeitungen in ganz Europa erschienen in den letzten Tagen interessante Artikel über die so genannte Handtuch Bewegung, mit der die Einheimischen in ganz Griechenland gegen die Liegestuhl und Sonnenschirm Mafia ankämpfen.

Bis zu 120 € sollen Touristen bezahlt haben müssen, für zwei Sonnenliegen und einen Sonnenschirm je Strandtag in der 1. Reihe. Natürlich sind da noch keine Getränke oder andere Serviceleistungen inbegriffen.
Unterwegs an die Südspitze der Halbinsel: Auch hier unten, an den schönsten Stellen und Stränden befinden sich heute riesige Resorts mit hunderten von Betten. Die ganze lokale Bevölkerung und Infrastruktur wird nicht mehr gebraucht, schrecklich!




Wir fahren bald weiter, wollen ganz in den Süden der Halbinsel, bis zur Kapelle des Heiligen Nikolaus.
Auch hier sind die Auswüchse eines ungehemmten Tourismus sehr gut spürbar.



Früher wurde das Kap nicht mit Autos befahren. Heute spielt das keine Rolle mehr. Die Touristen wollen möglichst nah und rasch zur Kapelle hinfahren und dann bald auch wieder zurück.



Enfin, nun haben wir aber richtig Hunger und uns das Mittagessen auch wirklich verdient. Ungefähr 25 km sind es zuerst aber

bis Nea Skioni, zu einer schönen Taverne an einem Sandstrand auf der viel weniger dicht bevölkerten Westseite der Halbinsel Kassandras.
Im Ort gibt es zwar unzählige Kafenions und Tavernen. Wir haben aber nur zwei Gaststätten, die uns zusagen und wo das Essen wirklich gut ist.


Mangels Platz in der einen Gaststätte im Dorfzentrum kehren wir in der Taverne »die Olive« am Strand ein und essen bald einmal Salat und Fisch und Gemüse und anderes mehr.

15:00 Uhr vorbei als wir wohl ernährt endlich aufbrechen zur letzten Etappe des heutigen Tags.
Wir fahren an einem Hain mit uralten, mehreren hundert Jahren alten Olivenbäumen vorbei

… und erreichen bald den Strand von Fourka!
Hier wächst sie noch, die selten gewordene Strand Lilie beziehungsweise die Strand Narzisse beziehungsweise die Dünen-Trichternarzisse




Über Kassandreia ….



… und die direkte neue Ausfallstrasse, ….

…. erreichen wir gegen 18 Uhr wieder unseren Ausgangspunkt, Afitos
